Schulpresse

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Am 6. Oktober steht die 50-Jahr-Feier des Geislinger Wirtschaftsgymnasiums an. Der aktuelle und die ehemaligen Schulleiter freuen sich schon darauf.

Freude, Wehmut und eine Menge Erinnerungen: Vor der Jubiläumsfeier des Geislinger Wirtschaftsgymnasiums (WG) ergeben sich für Schulleiter Roland Rimbach, seinen Stellvertreter Stefan Wachtler und die ehemaligen Rektoren Ulrich Veit und Günther Effenberger viele Gelegenheiten, über frühere und heutige Herausforderungen, aber auch Erfolge der Schule nachzudenken.

„Der Beginn des Wirtschaftsgymnasiums war sicherlich nicht einfach“, blickt Ulrich Veit auf seine Anfangsjahre zurück. Er war von 1986 bis 2007 Leiter der Kaufmännischen Schule und des dazugehörigen WG und begleitete den Umzug an den jetzigen Standort in der Wölk mit. Bis 1987 war die Schule in der Parkstraße 4 beheimatet, dem jetzigen Hochschulgebäude. Roland Rimbach sagt dazu: „Schon damals gab es Raumnot, das hat sich seither leider nicht verändert.“

235 Schüler und 50 Lehrer

Was sich aber längst zum Besseren gewandelt hat, ist die personelle Ausstattung: Während Veit noch mit einem großen Lehrermangel in den naturwissenschaftlichen Fächern zu kämpfen hatte und sogar Lehrkräfte des benachbarten Helfenstein-Gymnasiums stundenweise aushelfen mussten („Das war ein großer Kraftakt“), verfügt das Wirtschaftsgymnasium heute bei aktuell 235 Schülern über rund 50 Lehrer. Dass nicht alle reine Deputate am WG haben und auch an der Kaufmännischen Schule unterrichten, sei kein Nachteil, betont Roland Rimbach. Dies ermögliche ihnen unterschiedliche Einblicke und Vernetzungen.

Die beruflichen Gymnasien sind für den Schulleiter das beste Beispiel für die Durchlässigkeit des deutschen Bildungssystems. „Damit schaffen wir einfach viele Möglichkeiten“, sagt er. Dass es in Geislingen ab den 1960er Jahren so eine Schule gab, das sei damals schon etwas Besonderes gewesen.

Das Geislinger WG war bis 1974 städtische Schule, dann wechselte die Trägerschaft auf den Landkreis über. Trotzdem sehe man sich nach wie vor auch als Schule in und für Geislingen, betont Rimbach. Zu erkennen ist das nicht nur an der jährlichen Teilnahme der Schulgemeinde am Kinderfest, sondern auch an Aktivitäten wie der Gründungsmitgliedschaft des Geislinger Innovations- und Start-up-Centers (G-Inno) und der Partnerschaft mit der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt (HfWU).

In der Bildungslandschaft stünden die beruflichen Gymnasien insgesamt gut da, meint ­Rimbach. Etwa ein Drittel der Abi­turienten lege den Abschluss inzwischen an einem beruflichen Gymnasium ab. Viele hätten erkannt, dass man an einer solchen Schule eine gute Basis für die berufliche Zukunft erhalte. Und dass das Kultusministerium mittlerweile Wirtschaftsthemen mehr Raum im Bildungsplan einräume, sei auch als Aufwertung zu verstehen.

„Eigene Marke geschaffen“

Um bei der Konkurrenz auf dem Bildungsmarkt nicht unterzugehen, setze man schon immer auf eine gute Mischung aus Tradition und Innovation, betont Rimbach.

Tradition, dazu gehören Ausfahrten wie das fast schon legendäre Skischullandheim für die Elferklassen, von dem der ehemalige Schulleiter Günther Effenberger schwärmt („Damit haben wir uns schon eine eigene Marke geschaffen“).

Zur Innovation gehört, dass das WG am liebsten ganz früh bei neuen Projekten mitmacht. So habe man beispielsweise von Anfang an das Profilfach Finanzmanagement angeboten, sei darin im Landesvergleich sehr gut aufgestellt und habe dank sehr motivierter Lehrer eine große Nachfrage unter den Schülern, erläutert Stellvertreter Stefan Wachtler.

600 Anmeldungen für Jubiläumsparty

Fest etabliert, aber an vielen anderen Schulen vergeblich zu suchen, sei auch die Regelung, dass alle Fachschaften gemeinsam die Klassenarbeiten entwickeln und diese gleichzeitig schreiben lassen. Dafür sei das WG auch Referenzschule, sagt Wachtler stolz. Der Vorteil: Die Arbeiten lassen sich besser koordinieren und unter den Schülern gibt es keine Beschwerden mehr über angeblich unterschiedlich schwierige Klassenarbeiten.

Die bislang zirka 600 Anmeldungen fürs Jubiläumsfest versteht das Leitungsteam auch als Wertschätzung der Arbeit des WG-Kollegiums. „Bei uns sind oft auch mehrere Generationen an der Schule, das ist sehr schön zu sehen“, meint Stefan Wachtler lächelnd.

Das Fest am 6. Oktober soll für alle Ehemaligen Gelegenheit sein, nicht nur ihre alte Schule zu besuchen, sondern auch ehemalige Mitschüler wieder zu treffen. „Wir wünschen uns eine ungezwungene Hock-Atmosphäre“, sagt Rimbach. Zwar gibt es um 17 Uhr eine kurze Begrüßung in der Aula und anschließend eine Schulhausführung, ansonsten sei das Programm aber so locker gestaltet, dass jeder genügend Zeit habe, um sich im Zelt im Außenbereich sowie im Schulgebäude auszutauschen. „Wir freuen uns schon sehr darauf“, sagt der Schulleiter.

 

Text: Geislinger Zeitung

Foto: Markus Sontheimer, Geislinger Zeitung

Zum wiederholten Male stellte Prof. Dr. Christoph Binder, Studiendekan International Management an der ESB Business School, den Schülern der Kaufmännischen Schule Geislingen der Jahrgangsstufe 1 des Wirtschaftsgymnasiums die Hochschule Reutlingen vor und gab wertvolle Tipps für ein künftiges Studium. Dabei ging es unter anderem um die Bedeutung von Auslandsaufenthalten und frühzeitigem „Networking“ sowie allgemeinen Aspekten wie das Bewerbungsverfahren. Wertvolle Tipps bekamen die Schüler auch von dem ESB-Alumni Marcel Schmid. Dieser hat noch während des Studiums in Reutlingen zusammen mit Kommilitonen eine Software-Firma gegründet, die mittlerweile sehr erfolgreich ist und in Berlin 25 Mitarbeiter beschäftigt.

An die Schüler gewandt hatte er unter anderem folgende Tipps: „Euer Anschreiben und euer Lebenslauf müssen absolut fehlerfrei sein, deshalb lasst beides von mehreren Leuten gegenlesen. Außerdem ist es wichtig, sich im Vorfeld eines Bewerbungsgesprächs Antworten für die gängigen Bewerberfragen zu überlegen, um nicht unvorbereitet zu sein. Lernt zudem programmieren und bildet euch auch selbstständig im digitalen Bereich fort, denn so seid ihr Mitbewerbern einen großen Schritt voraus.“ Parallel zu der Infoveranstaltung haben Schülerinnen und Schüler seit vergangenem Schuljahr die Möglichkeit, die Hochschule persönlich kennenzulernen und in den Studienalltag zu schnuppern, um sich in Bezug auf ihre bald anstehende Studienwahl zu informieren. Christoph Binder war sehr gerne erneut in Geislingen zu Gast, um die bestehende Verbindung beider Institutionen zusammen mit Schulleiter Roland Rimbach zu festigen. Geplant sind weitere Aktivitäten und im Herbst folgt wieder der Besuch von interessierten Schülern in Reutlingen.

„Weil so viele Gruppen so viel Tolles geleistet haben, gibt es mehrere Platzierungen. Deshalb hat die Volksbank einen größeren Betrag gesponsert“, sagte gestern Oberbürgermeister Frank Dehmer bei derPrämierung der schönsten Beiträge zum Kinderfest.

Erster bei den Grund- und Hauptschulen wurde die Einstein-Schule, den zweiten Platz teilten sich die Tegelbergschule und die Lindenschule. Bei den weiterführenden Schulen kam die Schubart-Realschule auf den ersten Platz, auf dem zweiten landeten die Kaufmännische Schule und die Emil-von-Behring-Schule.

 

Text: Geislinger Zeitung

Foto: Markus Sontheimer, Geislinger Zeitung

Gleich zwei Mal hieß es diese Woche Abschiednehmen an der Kaufmännischen Schule Geislingen. Seit 1980 unterrichtete Ingeborg Spiralke an der Kaufmännischen Schule Geislingen die Fächer BWL und Evangelische Religion. Neben ihrer unterrichtlichen Tätigkeit war sie unter anderem im Personalrat tätig und setzte sich als Gleichstellungsbeauftragte für die Belange ihrer Kolleginnen ein. Schulleiter Roland Rimbach lobte in seiner Verabschiedungsrede ihren engagierten Einsatz für Schüler und Kollegen, bei denen sie gleichermaßen beliebt war.

Mit Vera Rautenberg verlässt eine weitere geschätzte Lehrerin das Kollegium der KSG. Nach ihrem Referendariat in Esslingen kam sie 1992 nach Geislingen und unterrichtete dort bis zuletzt das Fach Textverarbeitung. Sie war u.a. in den Übungsfirmen tätig und half mit beim Aufbau des neuen Ausbildungsberufs Büromanagement mit dem Konzept der Lernfelder.  Mit ihrer warmherzigen und zupackenden Art wurde sie von allen Schulbeteiligten geschätzt, wie Roland Rimbach betonte.

Beiden Kolleginnen wünschte er auch im Namen des Kollegiums einen gesunden, aktiven und erfüllten Ruhestand und verabschiedete sie mit den besten Wünschen für die Zukunft.

28 Absolventen der Geislinger Wirtschaftsschule beendeten vergangene Woche mit der mündlichen Abschlussprüfung die Schulzeit. Klassenlehrerin Veronika Jagja übergab zusammen mit Schulleiter Roland Rimbach und Abteilungsleiterin Marianne Kneer die Abschlusszeugnisse und wünschten den Schülern Glück und Erfolg für die Zukunft.

In den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik und Betriebswirtschaftslehre musste jeder Schüler eine schriftliche Prüfung absolvieren und wurde im Fach Textverarbeitung auch praktisch geprüft. Danach folgte noch die mündliche Prüfung in einem maßgebenden Fach. Mit dem Bestehen der Abschlussprüfung wird nicht nur die Fachschulreife, ein sogenannter mittlerer Bildungsabschluss, verliehen, sondern sie ermöglicht auch den Einstieg in qualifizierte Ausbildungs- beziehungsweise Angestelltenberufe.

Sofern bestimmte Notenvoraussetzungen erfüllt sind, können Absolventen der Wirtschaftsschule über das Berufskolleg die Fachhochschulreife beziehungsweise über das Wirtschaftsgymnasium das Abitur erwerben.

Einen Preis für besonders gute Leistungen erhielt Melissa Simsek für einen Notendurchschnitt von 1,6. Belobigungen (Noten von 1,8 bis 2,2) gingen an Sultan Eflatun (2,2), Lena Kasper (1,9), Jenny Kneer (1,9), Malwina Michel (1,9), Kübra Özkan (2,2), Patricia Orzel (2,1), Volkan Sayin (2,1) und Hamiyet Tugral (2,2).

Die Prüfung haben bestanden:

Dilara Atmaca, Melanie Bosch, Leon Boyes, Emre Büyükhan, Sultan Eflatun, Jakub Haba, Asiful Haque, Edon Hoxha, Lena Kasper, Jenny Kneer, Lukas Kröner, Emely Lupke, Eric Lupke, Mika Maass, Malwina Michel, Mirnesa Önder, Kübra Özkan, Selin Öztürk, Patricia Orzel, Volkan Sayin, Denise Schmidtke, Adriana Schnell, Melissa Simsek, Gabriel Sinatra, Hamiyet Tugral, Ataullah Ünal, Rümeysa Yasar und Ramona Zeller.

Insgesamt 25 Schüler dürfen sich dieses Jahr über die Erlangung ihrer Fachhochschulreife des einjährigen Berufskollegs II mit Übungsfirma der Kaufmännischen Schule Geislingen freuen. Ins Berufskolleg II (BK II) aufgenommen werden Bewerber mit einem mittleren Bildungsabschluss (Realschulabschluss, Fachschulreife oder Versetzungszeugnis in die Klasse 11 eines Gymnasiums). Auch die 16 Absolventen des BKFH durften vergangene Woche ihre Zeugnisse entgegennehmen. Voraussetzung für die Aufnahme in das Berufskolleg Fachhochschulreife (BKFH) ist eine abgeschlossene Berufsausbildung im kaufmännischen Bereich und ein mittlerer Bildungsabschluss.  Die Absolventen haben nun die Möglichkeit zum Studium an den Hochschulen (vormals FH) und Dualen Hochschulen in Baden-Württemberg.  Gemeinsam mit dem BK2-Klassenlehrer Siegmar Reiz und BKFH-Klassenlehrerin Christina Kelemen gratulierte Schulleiter Roland Rimbach den Schülern zum erfolgreichen Abschluss und wünschte ihnen alles Gute für ihren weiteren beruflichen und privaten Lebensweg. Auch durften sich einige Schüler über Auszeichnungen freuen:

Laura Vesili aus dem BK2 erhielt für ihren Notendurchschnitt von 2,0 eine Belobigung.

Aus dem BKFH erhielt Michael Fink einen Preis für seinen Notendurchschnitt von 1,5 und Lea Fallier einen Preis für ihren Notendurchschnitt von 1,7.

Michael Fink erhielt zudem den Schubartpreis der Stadt Geislingen und den Daniel-Straub-Preis.

Belobigungen im BKFH erhielten Marco Frei (1,8), Alicia Caputo (2,1) und Alina Gerlach (2,2).

Die BK2-Prüfung bestanden haben: David Bilaban, Maik Baß, Maximilian Baumeister, Alessio Cientanni, Ceren Dogru, Lukas Ehrhardt, Silas Fink, Paul Hasse, Jule Hilbig, Madita Höhne, Jonathan Holtz, Kimana Jakob, Jesse Janz, Jennifer Jaufmann, Arthur Junker, Florijeta Kadrijaj, Philip Lankes, Lisa Maurer, Leoni Meyer, Dominik Nöcker, Ilsu Örscüoglu, Anna Mona Seyfang, Nedzmije Tairovska, Laura Veseli und Leonita Veseli.

Die BKFH-Prüfung bestanden haben: Alicia Caputo, Nicolas Cronenberg, Sami Delen, Lea Fallier, Michael Fink, Marco Frei, Alina Gerlach, Sabrina Gussenberger, Alexander Haas, Arijeta Kastrati, Sophia Kroll, Ina May, Carmen Rehm, Katrin Schmidt, Akif Sen und Marcel Szendeleit.

 

Mit ihrem Projekt „Skills4life“ hat es das Wirtschaftsgymnasium der Kaufmännischen Schule Geislingen (KSG) in das Erasmus+-Förderprogramm der EU geschafft. „Skills4life“ soll den Schülern bei der Berufsorientierung helfen: Die Schüler lernen, wie man auf dem europäischen Arbeitsmarkt erfolgreich und konkurrenzfähig ist. Dazu arbeitet die KSG mit ihren Partnerschulen Biotehniski center Naklo aus Slowenien und OLVP Sint Niklaas aus Belgien zusammen. Einen Schüleraustausch mit je zwölf Teilnehmern zwischen der Geislinger und der belgischen Schule gab es bereits. Beim Besuch der belgischen Jugendlichen in Deutschland standen Studium und Universität  im Vordergrund.

Während der Austauschwoche in Belgien beschäftigten sich die Schüler mit der Frage: Wann ist man erfolgreich? Gemeinsam schauten sie sich unter anderem die Produktion bei Volvo-Trucks an. Im Herbst werden die Teilnehmer nach Slowenien reisen. Dort werden sie erfahren, welche Fähigkeiten man für Selbstständigkeit braucht.

Die Gymnasiasten sind bisher begeistert von dem Projekt – auch weil es ihnen geholfen hat, über sich hinauszuwachsen und eine einzigartige Erfahrung zu machen. Sie seien dazu animiert worden, in einer anderen Sprache zu sprechen, fremde Menschen kennenzulernen und so über ihren eigenen Schatten zu springen, berichten die Teilnehmer. Auch über die Impulse und neuen Perspektiven für die eigene Berufswelt waren sie froh. Außerdem bestätigten die Schüler, dass sie an dem Projekt gewachsen seien und neben neu erlernten Dingen auch ihre eigenen Fähigkeiten entdeckt hätten – ein wichtiger Schritt zur Selbstständigkeit im Leben.

 

Text: GZ-Jugendredakteurin Annalena Frieß (EKL 1, WG)

Mit der mündlichen Abiturprüfung haben 70 Schülerinnen und Schüler am 02. und 03. Juli 2018 ihre Schulzeit erfolgreich beendet. Der Abiturjahrgang erzielte einen Schuldurchschnitt von 2,4. Von den 29 Leistungsbesten erhalten 7 einen Schulpreis, weil sie mit einer Durchschnittsnote von 1,7 oder besser abgeschlossen haben.

 

21 Abiturientinnen und Abiturienten erreichten einen Notendurchschnitt zwischen 1,8 und 2,2 und erhalten deshalb eine Belobigung.

 

Mit eindrucksvollem Ergebnis abgeschlossen haben:

Danny Deibele (1,2) und Nina Klusik (1,3). Diese beiden Absolventen freuen sich über den verdienten Schulpreis ebenso wie Christina Klenk (1,5), Kiara Maier (1,5), Alberina Osmanaj (1,7), Martin Uhl (1,7) und Tamara Hötzel (1,7).

 

Eine Belobigung erhalten: Anne Hommel (1,8), Tobias Vulic (1,8), Johannes Maier (1,8), Jonas Böhm (1,8), Semanur Öztürk (1,9), Karina Joschko (1,9), Aycan Öksüz (1,9), Anja Mayer (1,9),

Nico Wagner (1,9), Jacqueline Enderle (2,0), Vivienne Reiber (2,0), Philipp Dollinger (2,0),

Stefan Wilneder (2,1), Madeleine Demirok (2,1), Ophélie Gaspa (2,1), Robin Hagmayer (2,1),

Daniel Spät (2,1), Jessica Lobenhofer (2,1), Marie Lang (2,2), Christoph Wegst (2,2), Lisa-Marie Oechsle (2,2) und Jannis Rigl (2,2).

 

Den von der Literarischen Gesellschaft vergebenen Scheffelpreis für besondere Leistungen im Kernfach Deutsch erhält Martin Uhl.

Den Schubartpreis der Stadt Geislingen für besondere Leistungen im Fach Deutsch erhält Tamara Hötzel.

 Den vom Lions Club Geislingen gestifteten Preis für hervorragende Leistungen im Fach Wirtschaft erhält in diesem Jahr Johannes Maier.

Mit dem vom Verband Südwest Metall ausgelobten Preis für Ökonomie werden die hervorragenden Leistungen von Christina Klenk gewürdigt.

Für Spitzenleistungen im Fach Englisch erhält Stefan Wilneder als Anerkennung den Preis des Rotary Clubs Geislingen.

Den von Frau Studiendirektorin a.D. Erika Binder ausgelobten Englisch Oscar für überragende Leistungen im Fach Englisch erhält Anne Hommel.

Den Daniel-Straub-Preis der Stadt Geislingen für den Kursbesten in Mathematik erhält Nina Klusik.

 Einen Schulpreis für das Fach Mathematik erhält Martin Uhl.

Mit dem Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft werden die hervorragenden Leistungen von Danny Deibele im Fach Physik anerkannt.

Für sehr gute sportlichen Leistungen wird Jonas Böhm und Nina Klusik ein Schulpreis zuerkannt.

Die Gesellschaft für Staufengeschichte stiftet einen Preis für Danny Deibele für besondere Leistungen im Fach Geschichte.

Online-Stipendien von e-fellows.net erhalten: Danny Deibele, Nina Klusik, Christina Klenk und Kiara Maier.

 

Das Abitur haben bestanden:

 

Geislingen: Beyza Arslan, Jessica Bugiel, Serhat Efe, Jaqueline Enderle, Selin Erzurum, Ophélie Gaspa, Robin Hagmayer, Anne Hommel, Egzon Hoxh, Tamara Jooß, Karina Joschko, Buket Kilic, Jannis König, Alen Kevljanin, Kiara Maier, Alberina Osmanaj, Jia Qi Jiang, Janina Ruff, Gianluca Sanso, Janine Schmelz, Stefan Wilneder.

Geislingen Aufhausen: Danny Deibele

Geislingen Stötten: Verena Brandmaier

Amstetten: Marie Isabell Grothe, Amelie Kerler, Nina Klusik, Gian Luca Semmler

Bad Ditzenbach: Tamara Hötzel, Lisa-Marie Oechsle, Tobias Vulic

Bad Ditzenbach Auendorf: Daniel Späth

Bad Überkingen: Madeleine Demirok, Lea Egetemeyr, Hannes Rasch, Vivienne Reiber

Bad Überkingen Unterböhringen: Felix Dollinger, Philipp Dollinger

Böhmenkirch: Christine Mayer, Oliver Klinger

Böhmenkirch Steinenkirch: Aycan Öksüz

Deggingen: Marc Scherrbacher, Christoph Wegst, Fabian Ziel,

Deggingen Reichenbach: Johannes Maier

Donzdorf: Marius Butte, Yannik Hofmann, Anja Mayer

Gingen: Jakob Holz, Marie Lang, Jannis Rigl, Linda Schnarrenberger, Luis Wannenwetsch

Kuchen: Fatma Atic, Jonas Böhm, Gamze Cakir, Jana Kober, Vanessa Lövesz, Priscilla Mongiovi, Tugce Öztürk, Lukas Staudenmaier, Nico Wagner

Lauterstein: Christina Klenk

Lonsee: Hannah Bressel

Lonsee Ettlenschieß: Annika Scheible, Martin Uhl

Nellingen: Jessica Lobenhofer

Nellingen Oppingen: Hanna Scheifele

Süßen: Laura Ersen, Maximilian Gündert, Semanur Öztürk

 

Übergeben werden die Zeugnisse und Preise in der Hohensteinhalle in Gingen, wo die Abiturienten am 13. Juli den erfolgreichen Abschluss ihrer Schulzeit mit ihren Eltern, Verwandten, Freunden und Lehrern gebührend feiern werden.

 

Text: Stefan Wachtler

Foto: Abi-Jahrgang

Mit tatkräftiger Unterstützung der Sekretärin der Kaufmännischen Schule Geislingen, Iris Ramminger, sowie einem Organisationsteam bestehend aus neun Kolleginnen und Kollegen musste Stefan Wachtler, Abteilungsleiter des Wirtschaftsgymnasiums Geislingen, viele Unterlagen und Ordner durchforsten. Das Team hat es sich zur Aufgabe gemacht, alle ehemaligen Schüler des WG ausfindig zu machen und im Rahmen des 50-jährigen Bestehens des WG Geislingen zum Fest am 6. Oktober 2018 auf dem Schulgelände einzuladen. In den vergangenen fünf Jahrzehnten haben 2660 Schüler das Gymnasium, das sich seit 1982 in der Rheinlandstraße 80 befindet, besucht. Aus 43 Absolventen bestand der erste Jahrgang 1971, mittlerweile gibt es drei Eingangsklassen mit rund 80 Eleven. Zunächst gab es in jedem Jahrgang zwei Klassen; eine für Schüler, die bereits eine zweite Fremdsprache belegt hatten und eine für Schüler, die diese noch erwerben mussten.

Die Kontaktaufnahme für die Einladungen verlief nicht immer einfach, wie Stefan Wachtler berichtet. Denn erst ab dem Schuljahr 2006/2007 wurden die Schülerdaten elektronisch erfasst. Über ehemalige Schüler und auch aktuelle Kollegen stieß er auf e-Mail Listen, die bei Klassentreffen erstellt wurden. Diese erwiesen sich als äußerst hilfreich. Bis jetzt haben fast 500 Ehemalige für das Fest gesagt. Aber auch, wer sich nicht per e-Mail angemeldet hat, sei im Herbst herzlich willkommen, so Schulleiter Roland Rimbach. Für eine genaue Planung wäre jedoch eine verbindliche Anmeldung gut. Das lockere Treffen beginnt um 16 Uhr auf dem Schulgelände in der Rheinlandstraße 80 in Geislingen. Neben verschiedenen Ständen mit Essen und Getränken wird es beispielsweise auch eine Cocktailbar geben und die ehemalige Schülerin Ola Klöckner wird ihr Startup Matcha You präsentieren. Das lockere Beisammensein wird von Schulleiter Roland Rimbach eröffnet. Neun Lehrerinnen und Lehrer erstellen aktuell ein begleitendes Programm, das zu späterer Stunde auch eine Disco mit DJ Andi beinhaltet. Im Mittelpunkt soll jedoch der Austausch mit ehemaligen Mitschülern und Lehrern stehen.

Anmeldungen bitte per Mail an WG50@ksgeislingen.de

Umrahmt von der Schulband wurden den 108 Berufsschulabsolventen der Kaufmännischen Schule Geislingen diese Woche ihre Abschlusszeugnisse überreicht. Hinter ihnen liegen erfolgreich absolvierte Abschlussprüfungen, die das Ende der schulischen Ausbildung markieren. Schulleiter Roland Rimbach eröffnete den Festakt mit einem aktuellen Vergleich: „Best never rest“, der Slogan der Deutschen Nationalmannschaft auf dem WM-Bus, gelte auch für die Auszubildenden, die nun nach durchschnittlich drei Jahren erfolgreich ihre Abschlussprüfungen abgelegt haben. Neben den Abschlusszeugnissen wurden an besonders erfolgreiche Schülerinnen und Schüler Preise und Belobigungen vergeben. Insgesamt 40 Absolventen durften sich über eine solche Auszeichnung freuen.

Zum Abschluss der Zeugnisverleihung wünschte Roland Rimbach den Absolventen viel Erfolg für die noch anstehenden IHK-Prüfungen sowie Gesundheit und Zufriedenheit für die private und berufliche Zukunft und verabschiedete sie zusammen mit dem Abteilungsleiter der Berufsschule, Michael Röhm.

Preise erhielten:

Valentina Caronte, Larissa Christian, Nam Hai Dam, Larissa Dannenmann, Lukas Kölle, Isabel Florian, Tamara Lepschy, Luca Lo Curto, Benjamin Pressmar, Marius Reyer, Erik Reichert und Mara-Isabel Skop

Belobigungen erhielten:

Murat Akdesir, Markus Beneke, Alberina Berbatovci, Manuela Bohner, Wladislaw Bondarenko, Lisa Engler, Henrik Franz, Haydu Cenk, Niklas Gottmann, Philipp Grüner, Natalie Haug, Maike Hummel, Mustafa Kaygisiz, Kathrin Klenk, Niko Kolb, Johanna Köpf, Lara Mangi, Patrick Manoliu, Jessica Miedzwinski, Christian Mohr, Jan Rommel, Hendrik Schröter, Simon Schweizer, Benita Schwenk, Simon Thomas, Dragana Vlahovic, Tobias Weber und Steffen Weinzierl

Auch in diesem Jahr ist das Wirtschaftsgymnasium wieder beim Citylauf in Geislingen vertreten. Insgesamt 45 Teilnehmer haben sich für den Lauf, der am heutigen Freitag stattfindet, angemeldet.

Wie Sportlehrer Michael Klein, der seit Wochen Schüler sowie Lehrer für die Aktion motiviert, berichtet, nimmt das WG zum vierten Mal in Folge am Citylauf teil. In den Vorjahren war das Team mit jeweils zirka 80 Sportlern noch besser besetzt, was dieses Jahr aber leider aufgrund der Abschlussfahrt der Abiturienten nicht möglich ist.

„Die Teilnahme am Lauf ist ein wichtiger Baustein für unser ­Projekt ‚Gesunde Schule‘“, sagt Roland Rimbach, Schulleiter der Kaufmännischen Schule. Dieser geht als Vorbild voran und erzählt, er habe schon immer gerne teilgenommen – mit der Schule wie auch privat. Seine Devise: „Dabei sein ist alles!“

Schüler wie Marie Enderle oder Fabian Goschek, die schon seit ihrer Kindheit mitmachen, schätzen vor allem die Gemeinsamkeit beim Sport. Auch Juliane Maier, die zum ersten Mal dabei ist, findet es toll, mit Freunden laufen zu können, sagt sie.

Am 13. Juni fand eine Trainingseinheit statt, bei der Lehrer und Schüler an ihrer Kondition arbeiteten, sodass sie nun bestens für den bevorstehenden Lauf vorbereitet sind.

Text und Foto: Annalena Frieß

Besuch der etwas anderen Art bekamen diese Woche die Schüler der Jahrgangsstufe 1/4 des Wirtschaftsgymnasiums (WG) Geislingen. Ihr Mathematiklehrer Nikolaus König hatte Lisa Keller, eine ehemalige Schülerin des WG eingeladen. Sie brachte zwei humanoide Roboter mit, mit denen die Schüler nach einer kurzen Einführungsphase arbeiten durften. Lisa Keller, die ursprünglich aus Kuchen stammt, studiert mittlerweile Informatik an der Hochschule in Würzburg und untersucht im Rahmen ihrer Bachelorarbeit, wie man mehr Frauen für Informatik interessieren könnte. Ihren Ursprung hat das Thema im jährlichen „Girls Day“, in dessen Rahmen Schülerinnen aus dem Würzburger Umland die Informatik-Fakultät besuchen, an der Lisa Keller studiert. Eine mögliche Maßnahme ist die Arbeit mit humanoiden Robotern wie den NAOs der französischen Firma Aldebaran Robotics. Die 23-Jährige brachte die jeweils 5000€ teuren Roboter mit in die Geislinger Schule und erklärte den Schülern zunächst deren Handhabe. Später durften die Schüler die NAOs selbst weiter programmieren und ihnen Englisch-Vokabeln beibringen. Besonders gefiel ihnen, dass sie einen Einblick erhielten, wie Informatik-Wissen in der Praxis angewendet werden kann und wie viel Technik in den Robotern stecke, so Schülerin Eva Blum im Anschluss.

Paul Bressel und Mattia Mastro verwiesen dabei auch auf den Fortschritt in der Robotik, die bereits nahe an der künstlichen Intelligenz sei. Auch Schulleiter Roland Rimbach zeigte sich von dieser Unterrichtsstunde der besonderen Art sehr angetan: „Es ist immer schön, wenn ehemalige Abiturientinnen und Abiturienten der heutigen Schülergeneration unmittelbar Möglichkeiten aufzeigen, die sich mit einem guten Schulabschluss eröffnen. Das gilt umso mehr, wen dies in einem derart spannenden und zukunftsträchtigen Themenfeld geschieht.“ Lisa Keller wird im Rahmen ihrer Bachelorarbeit die von den Schülern im Anschluss ausgefüllten Fragebögen analysieren und auswerten. Ihr Fazit am Ende der Doppelstunde fiel sehr positiv aus: Sowohl die Schülerinnen, als auch die Schüler waren mit viel Begeisterung bei der Sache und zeigten großes Interesse für die Thematik. Sie erhofft sich, mit ihrem Besuch auch Vorurteile gegen die sogenannten MINT-Fächer wie Informatik und Mathematik abbauen zu können und den Schülern ein Praxisbeispiel für die in der Schule gelernte Theorie präsentieren zu können. Das trial-and-error-Prinzip sei die klassische Arbeits- und Forschungsweise in diesen Fächern und ihrer Meinung nach sei es deshalb essentiell, sich von der Vorstellung zu lösen, alle Probleme sofort verstehen zu können. Mathematiklehrer Nikolaus König freut sich sehr, dass die Verbindung zu Lisa Keller, die 2014 an der Schule ihr Abitur gemacht hat, bestehen blieb und sie mit ihrem Besuch einen Praxiseinblick in die Informatik zeigen konnte.

Ein Jahr vor dem Abitur haben noch längst nicht alle 78 Schüler der Jahrgangsstufe 1 des Wirtschaftsgymnasiums (WG) der Kaufmännischen Schule Geislingen eine klare Vorstellung davon, wie es nach der Schule weitergehen soll. Bei mehr als 2600 Studiengängen alleine in Baden-Württemberg verliert man aber auch schnell den Überblick. Deshalb bekamen sie vergangene Woche Tipps aus erster Hand über Studienmöglichkeiten und die Hochschullandschaft in Baden-Württemberg. Fünf Studierende unterschiedlicher Fächer von verschiedenen Universitäten und Hochschulen der Region waren zu Gast, um praktische Tipps zur Studien- und Berufswahl zu geben. Die Kaufmännische Schule bietet regelmäßig Informationsveranstaltungen und Studienschnuppertage für die künftigen Abiturienten an, damit die Schüler bei ihrer Suche nicht auf sich alleine gestellt sind. Koordinatorin dieser Aktionen im Zusammenarbeit mit dem Berufsinformationszentrum in Göppingen ist Oberstudienrätin Christina Kelemen, die dafür auch mit Lothar Hentschel von der Agentur für Arbeit zusammenarbeitet.

Eingeleitet wurde der Vortrag in der Schule von Lothar Hentschel, der sowohl über die unterschiedlichen Hochschularten und deren Zugangsvoraussetzungen informierte, als auch auf Bewerbungsfristen für Berufsausbildungen oder Duale Hochschulen hinwies. Zumindest für die Dualen Hochschulen ist es jetzt schon höchste Zeit, sich um die Bewerbungen zu kümmern. Auch Orientierungs- und Überbrückungsmöglichkeiten wie FSJ und Auslandsaufenthalte waren Thema. Im Anschluss stellten die Studierenden Melisa Sönmez (Hochschule Nürtingen-Geislingen, Wirtschaftsrecht), Felix Burkhardt (Universität Ulm, Nachhaltige Unternehmensführung), Sara Sofi Marques Henriques (Universität Ulm, Medizin), Nathalie Miltner (Hochschule Esslingen, Wirtschaftsingenieurwesen) und Ellen Rösner (Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd, Kindheitspädagogik) ihre Studiengänge vor und beantworteten allgemeine Fragen zum Studium wie die Finanzierung des Studiums mit BaföG und Nebenjobs. Vorgestellt wurden außerdem weitere Informationsmöglichkeiten wie die bewährten BEST-Seminare und die Recherche auf der Homepage www.studieninfo-bw.de.

Einen lebendigen Eindruck von der Praxis parlamentarischer Arbeit erhielt die Jahrgangsstufe 1/4 des Geislinger Wirtschaftsgymnasiums, welche gemeinsam mit ihrem Geschichts- und Gemeinschaftskundelehrer Roland Rimbach eine Plenarsitzung im Stuttgarter Landtag von Baden-Württemberg besuchte.

Nach einer kurzen Einführung konnten die Schüler einer lebhaften Debatte um die Regierungsinformation zum Zwischenstand „Strategiedialog Automobilwirtschaft BW“ folgen. Die Gespräche der Landesregierung mit den Automobilherstellern, an denen auch Gewerkschaftler und Wissenschaftler beteiligt sind, sollen den Wandel in der Mobilität begleiten und gestalten helfen. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) betonte, er wolle Baden-Württemberg vom Autoland zum Mobilitätsland Nummer eins machen. Dazu dürfe man in der Debatte um die Abgas-Affäre, Nachrüstungen und Fahrverbote den Fokus auf die Zukunft nicht vergessen. Die Opposition im Landtag kritisierte die Maßnahmen der Landesregierung, es fehle die notwendige Technologieoffenheit. Der FDP-Fraktionsvorsitzende Hans Ulrich Rülke sprach von einer „Hetzjagd auf den Diesel.“

Im Anschluss standen die beiden Landtagsabgeordneten Nicole Razavi (CDU) und Peter Hofelich (SPD) den Besuchern aus ihrem Wahlkreis Rede und Antwort. Beide bekannten sich auf Nachfrage eines Schülers ausdrücklich zum Projekt Stuttgart 21 und wollten bei allen Schwierigkeiten in der Realisierung einen Vergleich mit dem Berliner Flughafen nicht gelten lassen.

Im Bereich der Schulpolitik wurde nach den vielen Experimenten und Umwälzungen in den letzten Jahren von Seiten der Politik nun eine Phase der Konsolidierung und des verlässlichen Arbeitens angekündigt.  Ausdrücklich lobte Nicole Razavi die langjährig am Geislinger Wirtschaftsgymnasium angewandte Praxis, mit Klassen das Landesparlament als außerschulischen Lernort zu besuchen, da so bei jungen Menschen ein vertieftes Verständnis für die Spielregeln der modernen Demokratie gefördert werden könne.

Zum Abschluss ihres Aufenthaltes in der Landeshauptstadt erkundete die Schülergruppe das Haus der Geschichte und erfuhr dort sehr eindrucksvoll, dass politische Teilhabe und Demokratie keine Selbstverständlichkeiten sind, sondern in der langen Geschichte immer wieder hart erkämpft und verteidigt werden mussten. Auf besonderes Interesse stieß bei den Schülern die momentane Sonderausstellung „… denn die Zeiten ändern sich – Die 60er-Jahre in Baden-Württemberg“, in der eindrucksvoll gezeigt wird, wie der Wandel – der Protest, die Popkultur und die Kunst der jungen Generation – auch den deutschen Südwesten prägte.

 

Text: Roland Rimbach

Für die Schüler des aktuellen Seminarkurses an der Kaufmännischen Schule Geislingen stehen Zukunftsthemen auf dem Stundenplan. In ihren Seminararbeiten beschäftigen sie sich unter anderem mit der Digitalisierung des Alltags und Mobilitätsthemen wie dem viel diskutierten autonomen Fahren. Als Experten hatten sie kürzlich den SPD-Landtagsabgeordneten Sascha Binder zu Besuch, der ihnen zu allen Fragen ausführlich Rede und Antwort stand.

Es gibt ungemütlichere Orte, wie etwa das Klassenzimmer, an denen man seine Schulzeit verbringen kann: Die 11.Klassen der Kaufmännischen Schule in Geislingen waren im Skischullandheim am Klausberg im Ahrntal. Insgesamt hatten 54 Schüler die Fahrt nach Südtirol angetreten, dazu die begleitenden Ski- und Snowboardlehrer sowie die betreuenden Lehrkräfte Verena Schmid, Frank Fetzer, Tim Noherr, Lisa Keller und Stefan Wachtler. Schnee und Sonne satt vor beeindruckender Bergkulisse und jede Menge Pistengaudi waren für die Winterfrischler aus dem Filstal angesagt- eine unzweifelhaft angenehme Pause vom Schulalltag in Geislingen, der die Schüler inzwischen wieder eingeholt hat.

Am 1. März fand die zweite Generalversammlung der albTech eSG im Albwerk Speicher statt. An dieser nahmen die Schüler der Klasse BK 1/3 der Kaufmännischen Schule Geislingen (KSG) teil, welche zugleich Mitglieder der albTech eSG sind. Die AlbTech eSG ist eine Schülergenossenschaft und wurde 2016 von der Kaufmännischen Schule Geislingen in Zusammenarbeit mit dem Albwerk gegründet. Die albTech eSG besteht momentan aus zwei Geschäftsfeldern, zum einen aus einer Schülernachilfe und zum anderen aus einem Catering-Service.
Im kommenden Geschäftsjahr wird ein drittes Geschäftsfeld eingeführt werden, das sich auf den Verkauf von fairtrade-gehandelten TShirts für Abschlussklassen spezialisiert. Außerdem engagiert sich die albTech eSG auch in sozialen Bereichen und führt beispielsweise alljährlich im Dezember eine Weihnachtspäckchen-Akion für Kinder in Not durch.

Timo Basener, Ausbildungsleiter im Albwerk und Aufsichtsrat der Schülergenossenschaft, begrüßte zu Beginn die anwesenden Mitglieder und zeigte Impressionen des letzten Geschäftsjahres; unter anderem von der Übungsfirmen-Messe in der KSG und der Preisverleihung des landesweiten Nachhaltigkeitswettbewerbes „Nachhaltige Schüler-, Übungs- und Juniorenfirmen“, bei dem die albTech eSG im letzten Jahr ausgezeichnet wurde. Danach berichtete Denis Piwko, der gerade seine Ausbildung zum Industriekaufmann im Albwerk abgeschlossen hat, über das vergangene Geschäftsjahr: Es wurde ein Gewinn von 821,05 Euro erwirtschaftet.
Die Generalversammlung beschloss einstimmig, dass der Gewinn auf neue Rechnungen vorgetragen wird und eine Imagebroschüre über die Schülergenossenschaft erstellt wird.
Corinna Dukat (Auszubildende beim Albwerk) führte anschließend durch die Wahlen von Vorstand und Aufsichtsrat. In den Vorstand
wurden Marlene Kornau und Raphael Bornstedt (Schüler BK 1/3) sowie Lisa Schmolz und Corinna Dukat (Auszubildende
beim Albwerk) gewählt. Die Generalversammlung wählte erneut Timo Basener, Jana Friedmann (Lehrerin an der KSG), Carmen Schmid (Lehrerin an der KSG), Christine Eisele (Lehrerin an der KSG) und Werner Keilwerth (ehemaliger Lehrer an der KSG) in den Aufsichtsrat.
Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurden Emir Baysal und Emira Mustafaj (Schüler des BK 1/3) sowie Lorenz Mayer und Jule Keller (Auszubildende beim Albwerk).

Die Übungsfirmenhausmesse im Berufsschulzentrum Geislingen hat mittlerweile schon Tradition: Bereits zum 10. Mal präsentierten sich die vier Übungsfirmen der Kaufmännischen Berufskollegs (BK) und beide Übungsfirmen der Emil-von-Behring-Schule ihren Gästen.

Eröffnet wurde die Messe von Gabriele Braun, Schulleiterin der Emil-von-Behring-Schule. Unter der Leitung ihrer Lehrer hatten die Eleven selbstständig die jeweiligen Messestände geplant und aufgebaut und wickelten im Laufe des Vormittags die Auftragseingänge ab.

Schüler anderer Klassen kamen als Messebesucher, verglichen die Angebote, ließen sich beraten und kauften ein. Neben Waffeln uns Kuchen gab es auch Gewinnspiele und Produktproben, um die Kundschaft anzulocken.

Die BK-Schüler buchten Bestellungen der Kunden ein und wickelten den Versand- und Rechnungsweg ab. Einziger Unterschied zur Realität: Der Warenhandel findet nur virtuell statt und auch die Kreditkarten sind mit virtuellem Geld aufgeladen. Es geht den Veranstaltern um eine wirklichkeitsnahe Darstellung der Geschäftswelt, um den Schülern einen Einblick in die Praxis zu vermitteln.

Für die Schüler hat das den Vorteil, dass sie den kompletten Ablauf einer Messe, von der Vorbereitung, dem Aufbau, der Durchführung bis hin zur Nachbereitung durchspielen und somit einen sehr realistischen Eindruck in die spätere Berufswelt erhalten.

Als Patenfirmen hinter den Kaufmännischen Übungsfirmen stehen dabei das Kräuterhaus Sanct Bernhard, die WMF, das Albwerk und Überkinger. Zudem waren bei der Emil-Behring-Schule das Respofit und amway vertreten.

Beim Börsen-Planspiel der Kreissparkassen gewannen dieses Jahr Schüler vom Göppinger Mörike-Gymnasium, die ihr Startkapital um 11 Prozent steigern konnten.

In der Gruppe der Studenten gewann Daniel Distel von der Hochschule Esslingen den ersten Platz . Erster bei den Lehrern wurde Tim Noherr von der Kaufmännischen Schule Geislingen. Ihnen allen wurden am vergangenen Donnerstag die Preise in der Kreissparkasse Göppingen überreicht.

Im Rahmen ihrer Projektkompetenz entwarfen die Schülerinnen und Schüler der W1KIV der Kaufmännischen Schule Geislingen, die eine Ausbildung zum Industriekaufmann bzw. zur Industriekauffrau absolvieren, ein Bewerbertraining für in Geislingen ansässige Flüchtlinge. Die Kaufmännische Schule Geislingen engagiert sich seit Jahren in diesem Bereich, da sich auf dem Schulgelände auch eine Containerunterkunft für Asylbewerber befindet. Die praktische Umsetzung dieses Projekts erfolgte vor kurzem in den Räumen der Schule mit etwa 15 Flüchtlingen aus verschiedenen Herkunftsländern, die mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen ins deutsche Arbeitsleben starten möchten. Einige hatte in ihrem Heimatland bereits studiert, andere sind jedoch noch ungelernt und sollten erst eine Ausbildung abschließen. Der Auszubildende Cem Tuncer unterstützte am Projekttag beispielsweise einen Bewerber für seine Anstellung als Verkäufer, der in seiner Heimat die Abteilung eines Supermarktes leitete. Sein Mitschüler Jonas Dürner hingegen beriet einen Mann aus Nigeria, der dort als Schweißer gearbeitet hatte und in Geislingen bereits ein Praktikum als Maler absolvierte bei seinem Lebenslauf und dem Motivationsschreiben.

Zudem gab es praktische Tipps, wie die Erstellung einer neuen E-Mail-Adresse und Verhaltensweisen für das Bewerbungsgespräch. Die Schüler hatten eigene Bewerbungsmappen als Anschauungsmaterial dabei, denn das Ziel der 2 ½ stündigen Aktion war es, mit jedem Flüchtling einen aussagekräftigen Lebenslauf zu erstellen. Schon im Vorfeld notierten sich die Schüler u.a. Wörter wie „Schulabschluss“ in verschiedenen Fremdsprachen und baten die Interessierten per Mail, bereits vorhandene eigene Zertifikate mitzubringen, was diese auch taten. Neben der fehlenden bzw. schwierigen Anerkennung von ausländischen Abschlüssen und Ausbildungen spielt bei der Jobsuche auch eine Rolle, dass den Flüchtlingen das Geld fehlt, beispielsweise den Baggerführerschein zu machen, um sich später im Baugewerbe bewerben zu können. Die Auszubildende Julia Schmidt, die bereits den Beruf der Fotografin gelernt hat, erstelle professionelle Bewerbungsfotos von jedem Migranten, die dann vor Ort direkt in den Lebenslauf eingearbeitet wurden. Von ihrer Lehrerin Anna-Lena Heilig bekam die Klasse im Anschluss ein großes Lob: Bemerkenswert sei der kulturell flexible Umgang ihrer Schüler mit den Flüchtlingen gewesen und dass es trotz der teilweise bestehenden Sprachbarriere keinerlei Verständigungsprobleme gab, da die Gespräche auch auf Englisch geführt wurden. In kleinerer Form wurde das Projekt im Anschluss wegen der positiven Resonanz auch von der Klasse des Berufskollegs 2  mit ihrem Lehrer Tim Noherr durchgeführt.

Sechs Schülerfirmen waren es insgesamt, die am vergangenen Donnerstag in Stuttgart zusammenkamen und Rahmen des Wettbewerbes „Nachhaltige Schüler-, Übungs- und Juniorenfirmen“, eines Kooperationsprojektes des baden-württembergischen Umwelt-, sowie Kultusministerium, ausgezeichnet wurden. Eine von ihnen ist die Geislinger Schülergenossenschaft „albtech“ der Kaufmännischen Schule Geislingen.

Unterstützt durch die Patenschaft der Albwerk eG, Geislingen, wurde diese bereits 2016 gegründet. Schülerinnen und Schüler der Klasse I des Berufskollegs und Auszubildende des Albwerks arbeiten dabei Hand in Hand: Das junge Unternehmen bietet „Nachhilfe von Schülern für Schüler“ und Caterings für schulische und außerschulische Veranstaltungen in der Region an.

Gewinne dürfen dabei laut Satzung nur mit Methoden des nachhaltigen Wirtschaftens erzielt werden. So werden zum Beispiel bei Cateringaktionen oder dem gesunden Pausenverkauf größtenteils nur regionale Produkte verwendet. Des Weiteren versuchen die Schüler in ihrer täglichen Arbeit auf die Nachhaltigkeit zu achten. Bei der Nachhilfe ermöglicht die Schülergenossenschaft den Schülern effizientes Lernen unterschiedlich motivierter und begabter Schülerinnen und Schüler.

Die Bewerbungsunterlagen für den Wettbewerb hatten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit zwei Auszubildenden, sowie ihrer Klassenlehrerin Jana Friedmann ausgearbeitet. Vor Ort stellten sie ihre Konzeptidee auch noch einmal anhand einer Kurzpräsentation vor. Der Lohn für ihre Mühen: Ein Preisgeld über 500 Euro, sowie ein zweitägiger Workshop zum Thema: „Anreize zum Umdenken“. Des Weiteren wurde die Schülergenossenschaft zu einem Erfahrungsaustausch mit den letztjährigen Gewinnern und einer, durch die Jugendinitiative Nachhaltigkeitsstrategie Baden Württemberg geführten, nachhaltigen Stadtführung eingeladen. Überreicht wurde der Preis von Staatsekretär Dr. Andre Baumann.

Quelle: www.schuelergeno.de

Mit der Winter-Abschlussprüfung endete für 30 Berufsschüler der Kaufmännischen Schule Geislingen der schulische Teil ihrer Ausbildung.

Nach ihrer Ausbildungszeit von zwei, zweieinhalb oder drei Jahren und dem erfolgreichen Abschluss der nun folgenden Kammerprüfungen starten sie dann voll ins Berufsleben.

Der Schulleiter der Kaufmännischen Schule Geislingen, Roland Rimbach verabschiedete zusammen mit dem Ausbildungsleiter der Kaufmännischen Berufsschule, Michael Röhm, und den jeweiligen Klassenlehrern die Schülerinnen und Schüler.

Im Rahmen einer kleinen Zeugnisfeier, die von der Schulband eingerahmt wurde, erhielten die Absolventinnen und Absolventen ihre Abschlusszeugnisse. Dabei durften 12 Schüler einen Preis für ein Zeugnis mit der Abschlussnote 1,7 und besser entgegennehmen, zehn Schüler erhielten eine Belobigung für einen Notendurchschnitt von 1,8 bis 2,2. Für ihre Zukunft wünschte Ihnen der Schulleiter im Beruf und im Privatleben alles Gute.

Preise erhielten: Isabell Aigner (Hella Sonnenschutztechnik GmbH), Fabian Bittlingmeier (WMF Group GmbH), Nicole Eichler, Marina Firus, Annika Jähn, Mario Kölle (Carl Stahl GmbH), Nico Lippek, Roman Opelender (Satek GmbH), Isabella Schulz, Robin Steck (Überkinger GmbH), Michelle Szabo (Möbel Rieger GmbH&Co KG) und Jasmin Wieland (Alb-Elektrizitätswerk)

Belobigungen erhielten: Torgny Bredow (Bosig GmbH), Dennis Diwald (Hörauf Maschinenfabrik GmbH&Co KG), Eileen Krank (Carl Stahl Technocables GmbH), Florian Latzke (Deutsche Angestellten Akademie), Matthias Lindner (Hörauf Maschinenfabrik GmbH&Co KG), Stephanie Mittinger, Sina Ortner (Alb-Elektrizitäts-Werk), Dennis Piwko (Alb-Elektrizitäts-Werk), Daniel Scheppe (STAMA Maschinenfabrik GmbH), Tobias Schmidt (BOSIG GmbH)

Kurz vor Weihnachten hat die Schülermitverantwortung (SMV) der Kaufmännischen Schule in Geislingen ihr jährliches Schul-Volleyballturnier veranstaltet. Austragungsort war die frisch renovierte und sanierte Wölkhalle.

Im Finale des Turniers standen sich die Berufsschüler der W2KG, der Klasse der Groß- und Außenhandelskaufleute, und die Lehrermannschaft gegenüber. Als Sieger gingen schließlich die Lehrer vom Platz, die knapp mit 20:17 gewannen. Fast schon ein historischer Erfolg: Der Lehrerauswahl gelang damit nach 20 Jahren erstmals wieder der Turniersieg.

Gott ansprechen, die Mitmenschen richtig wahrnehmen und alle Wünsche für Heiligabend mit tiefer Besinnlichkeit versehen – das waren die Ziele der Schüler der Kaufmännischen Schule (KSG) in Geislingen für ihren Weihnachtsgottesdienst am vergangenen Donnerstag. Wie in jedem Jahr fand er auch diesmal in der Altenstädter Martinskirche statt. Für die festliche Einstimmung sorgte nicht nur die Bläsergruppe der KSG, die bekannte Weihnachtslieder spielte, sondern auch die Schulband, die mit „Merry Christmas“ und „All of me“ ihre Mitschüler berührte.

„Durch die Menge an Klassenarbeiten vor Weihnachten bleiben oft die vielen schönen Momente der Adventszeit unbemerkt“, sagte eine Schülerin während der Andacht. Dabei sei es wichtig, sich auf die gemeinsame Zeit mit Freunden und Familie zu freuen und Hilfsbedürftige zu unterstützen

Die Schüler der Literatur- und Theatergruppe spielten ein kleines Stück: Die unterschiedlichsten Menschen, vom Grundschüler bis zum Geschäftsmann warten an einer Bushaltestelle. Sie sind gestresst von der Weihnachtszeit und bemerkten dabei den armen Bettler nicht, der ohne Hoffnung auf dem kalten Boden sitzt.

Mit ihrer kleinen Aufführung wollten die Schüler einer solchen Gedanken- und Rücksichtslosigkeit entgegenwirken und zur Hilfsbereitschaft anregen.

Alle Schüler, die den Gottesdienst besuchten, waren sich einig: Sie wollen mit einer guten Tat ins neue Jahr starten. Deshalb ließen sie am Ende des Gottesdienstes Spendenkörbchen für die GZ-Weihnachtsaktion herumgehen: So kamen 333 Euro für die Aktion Rückenwind zusammen.

Text: Celina Sautter

Foto: Rainer Lauschke

Das Gedicht einer Abiturientin des Wirtschaftsgymnasiums Geislingen hat es in den renommierten Band „Bibliothek deutschsprachiger Gedichte. Ausgewählte Werke“ geschafft. Unterstützt von ihrer Deutschlehrerin Margret Fezer schickte Lilli Mehnert im vergangenen Schuljahr ihr Werk „Das Zuhause des Glücks“ an die Jury des Gedichtwettbewerbs. Geschrieben hatte sie es schon 2015, jedoch habe sie laut eigener Aussage nicht damit gerechnet, dass es außer ihrer Familie und Freunden jemals jemand zu Gesicht bekäme.

Frau Fezer ermutigte die nun 19-Jährige, die mittlerweile ein Duales Studium in Steuer- und Prüfungswesen absolviert, an dem Wettbewerb teilzunehmen und tatsächlich bekam Lilli Mehnert nach einer langen Zeit des Wartens einen Brief aus Gräfelfing bei München mit der Nachricht, dass „Das Zuhause des Glücks“ es in die Endauswahl geschafft habe und in der neuen Auflage der Anthologie erscheinen werde. Mehnert, deren Interesse für Gedichte auch von Poetry Slamern wie Julia Engelmann herrührt, zeigte sich geehrt und bedankte sich bei einem Besuch in der Kaufmännischen Schule explizit noch einmal bei ihrer Deutschlehrerin für die Förderung.

Die Klasse BK2 der Kaufmännischen Schule Geislingen wird schon seit vielen Jahren in ihrer Übungsfirma BTA by  WMF von ihrer Patenfirma WMF betreut. So fand auch in diesem Jahr die Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler für die Internationale Übungsfirmenmesse anhand einer Produktschulung durch Frau Christine Leute statt. In einer Schulküche konnten die Schüler die Funktionsweise verschiedener WMF-Produkte, wie z.B. Wok, Pfannen, Ananas-Schneider und Kaffeepresse kennenlernen.

Die Erklärungen von Frau Leute, zusammen mit den Erfahrungen einer Werksführung konnten dann auf der Internationalen Übungsfirmenmesse im November in Sinsheim in Kundengesprächen praktisch angewandt werden. Auf der Messe waren über 100 Aussteller aus dem In- und Ausland vertreten, allesamt von Schülerinnen und Schülern betriebene Übungsfirmen, die Produkte ihrer Patenfirmen virtuell verkaufen.

Der Messestand der BTA by WMF (das BTA steht für Bestecke, Töpfe, Accessoires) konnte dank der Unterstützung der WMF mit realen Produkten bestückt werden, so dass für die Verkaufsgespräche genügend Anschauungsmaterial vorhanden war. So wurden die Produktvorführungen mit dem Ananasschneider von den Messebesuchern sehr gut angenommen, auch der angebotene Kaffee trug zu einer angenehmen Verkaufsatmosphäre bei.

Die Schülerinnen und Schüler konnten Messeluft schnuppern und erste Erfahrungen im Verkauf sammeln. Dass diese Erfahrungen für die Jugendlichen sehr wichtig sind, zeigt schon die Tatsache, dass bei einigen nun der Beruf der Kauffrau im Einzelhandel durchaus wieder in den Fokus gerückt ist.

Text und Foto: Marianne Kneer

Ehemalige Lehrer und Mitarbeiter der Kaufmännischen Schule Geislingen trafen sich am Nikolaustag in der Schule zu einem vorweihnachtlichen Beisammensein.

Der Börsenmakler, Politikberater und Spiegel-Autor Dirk Müller war Hauptredner beim 14. „Tag der Finanzen“ am 22.11.2017 in Nürtingen. Die Eingangsklasse des Finanzmanagement-Zweigs der Kaufmännischen Schule Geislingen hörte dort einen Vortrag zum Thema „Erfolgreich Geld anlegen – in schwierigen Zeiten“.

Zu Beginn gab Müller seinen Zuhörern den Rat, man solle „in sich selbst investieren“. Damit meinte er, sich weiterbilden, lernen und auch das Leben genießen. Zusätzlich sprach er über die Finanzwelt im Spannungsfeld der Politik am Beispiel des Konflikts zwischen den USA und Nordkorea. Seine These lautete, dass am Ende nicht Trump oder ein anderer Politiker die Entscheidungen treffe, sondern die Herrschaft des Geldes entscheide. Sein Credo an die Besucher in der vollbesetzten Nürtinger Stadthalle lautete: „Denken Sie selbst nach, glauben Sie niemandem. Keinem Professor, keinem Politiker, keinem Experten und auch nicht mir“.

Auch zur Lage in China hatte der Börsenexperte eine klare Meinung. China versuche schon seit langem immer mehr Macht zu gewinnen.

Insbesondere mit dem Ausbau der neuen Seidenstraße wird das Ziel verfolgt, den weltpolitischen Einfluss des asiatischen Landes voranzutreiben.

Zudem sei in China dank staatlicher Subventionen genug Geld vorhanden, um zum Beispiel eine komplette Geisterstadt in einer Wüste bauen zu lassen, obwohl dort niemand wohnt. Doch das sei ziemlich egal, so Müller. Sollten aber die Zinsen deutlich anziehen und in Folge dessen massiv Kapital aus China abgezogen werden, könnte das die ganze Weltwirtschaft in eine schwere Krise stürzen. Nach der weltpolitischen Analyse schwenkte Müller auf die deutsche Wirtschaft um. Hier sei es sinnvoll, mit hochqualifizierten Mitarbeitern die Wertschöpfung im eigenen Land zu erbringen. Und wenn es denn krachen sollte, wäre eine gute Absicherung notwendig. Dirk Müller endete mit dem Schlusssatz: „Es ging uns nie besser!“.

Nach dem Vortrag stand eine Podiumsdiskussion mit dem Geschäftsführer der Baden-Württembergischen Wertpapierbörse GmbH, Oliver Hans, dem Studiendekan BSc Internationales Finanzmanagement, Prof. Dr. Frank Andreas Schittenhelm, sowie mit dem Vorstandsvorsitzenden der Kreissparkasse Göppingen Dr. Hariolf Teufel und dem Vorstand der Allianz Lebensversicherung AG, Dr. Thomas Wiesemann, an.

Text: Isabelle Spohn

Foto: Tim Noherr

Die Europa-Strategie 2020 sieht unter anderem vor, die Arbeitslosigkeit von jungen Erwachsenen in Europa zu verringern und auch den Anteil der vorzeitigen Schulabgänger auf unter 10% zu senken.  Diesem Ziel widmet sich ein Projekt, das die Kaufmännische Schule Geislingen zusammen mit einer Partnerschule BC Nakklo in Slowenien und der OLVP Sint-Niklaas-Schule in Belgien umsetzen möchte. Im Rahmen des von der EU unterstützten Erasmus + -Programms möchten sie gemeinsam eine europaweite Plattform errichten, die es Jugendlichen erleichtert, ihre Fähigkeiten auszuwerten, sie mit möglichen Berufszielen abzugleichen und ihnen eine Art Bewerberprofil erstellt. Das Ganze trägt den Namen „Book of Skills“, also Buch der Fähigkeiten, und wird digital als Webseite abrufbar sein.

Marco Zimmermann, Erasmus+ -Koordinator der Kaufmännischen Schule, war bereits im März 2016 zusammen mit KSG-Schulleiter Roland Rimbach in Slowenien und im Oktober 2016 in Belgien, um mit den anderen Kollegen erste Projektvorschläge abzustimmen. Im Laufe der letzten eineinhalb Jahre hat sich dann bei weiteren Treffen die Projektidee herauskristallisiert, die jetzt im November in Geislingen in die Praxisphase startete. Jeweils sechs Schüler aus Slowenien und Belgien besuchten eine Woche lang die KSG, nahmen am Studieninformationstag teil, erhielten einen Vortrag von Lothar Hentschel, der bei der Arbeitsagentur Göppingen für die Individualberatung von Schülern im Landkreis zuständig ist und besichtigten die WMF-Zentrale. Gleichzeitig begannen die Schüler mit der Erstellung eines Fähigkeitenkatalogs, der nach und nach erweitert, optimiert und automatisiert werden soll. Im nächsten Jahr wird ein Teil der deutschen Schüler nach Belgien und ein anderer Teil nach Slowenien gehen, um am Projekt weiterzuarbeiten.

Die eigenen Talente erkennen und sie gewinnbringend einsetzen: Dieses Ziel hat sich die Naturtalent-Stiftung aus München auf die Fahnen geschrieben und vor diesem Hintergrund wurde sie von der Kaufmännischen Schule Geislingen nun eingeladen, an der Schule einen Workshop für interessierte Schülerinnen und Schüler anzubieten. Neben der bereits erfolgreich laufenden Zusammenarbeit der Kaufmännischen Schule Geislingen mit Berufsberatern und Hochschulen hatten die Schüler der Jahrgangsstufe 1 und des BK 2 am vergangenen Wochenende die Möglichkeit, an einem Seminar der Stiftung teilzunehmen. 26 Schüler versammelten sich am Samstagmorgen in der Schule und wurden den kompletten Tag von den zwei Mentoren Peter Fluhrer und Sabine Kramny gecoacht . Die beiden Profis, die selbst aus der Praxis kommen, besprachen zunächst in Kleingruppen mit den Schülern die Ergebnisse ihrer vorab ausgefüllten Online-Checks. Die Jugendlichen absolvierten dabei fünf verschiedene Tests, um eine gute Basis für den Seminartag zu schaffen:

Sie bearbeiten drei Online-Tests, führen eine Selbsteinschätzung durch und holen sich zusätzlich Feedback von Dritten. Im Verlauf des Workshops loteten sie dann ihre Interessen, persönlichen Ziele und möglichen Berufsfelder aus.  Jeder Schüler erhielt von der Gruppe ein persönliches Feedback und auch Einzelberatungen mit den Coaches waren möglich. Bei den Schülern kam diese Herangehensweise gut an. Die Naturtalent Stiftung ist eine gemeinnützige Organisation der Sparda-Bank, die auch 90 Prozent der Seminarkosten übernimmt, so dass der Schüleranteil nur noch 25 Euro beträgt. „Wir wollen den Jugendlichen die Chance bieten, sich schon früh über ihr Potenzial klar zu werden und systematisch nach Berufen und Studiengängen zu suchen, die gut zu ihrer Persönlichkeit passen“, erklärt Rainer Schmaus, Geschäftsführer der NaturTalent Stiftung. Peter Fluhrer erklärt nach seinem Besuch an der Kaufmännischen Schule Geislingen seine Motivation für die Arbeit mit den Schülern wie folgt: „Als Wirtschaftspädagoge ist es meine große Leidenschaft, Menschen zu mehr Klarheit und Zufriedenheit in Sachen Beruf und Karriere zu verhelfen. Das Meer an Möglichkeiten für Schülerinnen und Schüler ist riesig. Ich glaube, dass hier jede Unterstützung gut tut. Vor allem, wenn sie bei den Stärken der Schülerinnen und Schüler ansetzt.“

Anlässlich des jährlich am 1. Dezember stattfindenden Welt-Aids-Tages bekamen die Schüler der Kaufmännischen Schule in Geislingen Besuch von der Aids-Hilfe Schwäbisch Gmünd. In Zeiten, in denen fälschlicherweise immer wieder über angebliche Heilmethoden für Aids berichtet wird, werden die Folgen einer HIV-Infektion nach wie vor auch von Jugendlichen völlig unterschätzt. Zwar sei Aids in den Medien lange nicht mehr so präsent wie vor einigen Jahren, es gebe aber nach wie vor in Deutschland keinen Rückgang bei den Neuansteckungen, so das Robert-Koch-Institut. Um auf diese Gefahr aufmerksam zu machen, veranstaltete die SMV der Kaufmännischen Schule Geislingen, unterstützt durch den Verbindungslehrer Michael Klein, schon zum 14. Mal einen Informationstag für ihre Mitschüler. Mit dem Vorstand der Aids-Hilfe Schwäbisch Gmünd Joschi Moser und dessen Stellvertreter Volker Kujawski hatten die Schüler dann auch zwei kundige Ansprechpartner eingeladen, die vor Ort von ihrer Arbeit in diesem Bereich berichteten.

Speziell für die Eingangsklassen der Wirtschaftsschule und des Wirtschaftsgymnasiums fanden Vorträge zum Thema AIDS statt.

Thematisiert wurde u.a., wobei man sich überhaupt genau anstecken kann, welche Praktiken ungefährlich sind, wie man sich zuverlässig schützen kann und wie man im Falle einer Infektion Unterstützung von der Aids-Hilfe erhält. Außerdem wurden Anlaufstellen für kostenlose HIV-Tests im Umkreis vorgestellt und auf den aktuellen Forschungsstand der Medizin hingewiesen. Zudem wies Joschi Moser darauf hin, dass HIV mittlerweile dank medizinischer Fortschritte zwar behandelbar, aber nach wie vor nicht heilbar sei. Labinot Bahtijari, Schüler der Wirtschaftsschule, fand es gut, dass viele Vorurteile ausgeräumt werden konnten. Denn dass man sich z.B. über Küssen praktisch unmöglich anstecken könne, sei ihm so nicht bewusst gewesen. Auch Einzelschicksale kamen zur Sprache und machten den Schülern die menschliche Dimension der Krankheit bewusst. Der Wirtschaftsschülerin Enisa Batmis ging vor allem das Schicksal eines 3-jährigen Jungen aus Schwäbisch-Gmünd zu Herzen, der sich beim Spielen an einer infizierten Spritze ansteckte und sechs Jahre später an Aids starb. Umso wichtiger sei es, über die Gefahren aufzuklären. Ihr Bruder Muhammed pflichtete ihr bei, dass die Aufklärung sehr wichtig sei, v.a. auch in Schulen und dass im nächsten Schuljahr auch für die dann neuen Schüler eine solche Informationsveranstaltung stattfinden solle.

Im Foyer der Schule hatten die Referenten eine große Menge an Infomaterialien ausgelegt, die von den SMV-Schülern verteilt und von den Mitschülern zahlreich nachgefragt wurden.

Nach der positiven Bilanz aus dem letzten Jahr fand vergangene Woche zum zweiten Mal das Ausbildungsforum an der Kaufmännischen Schule Geislingen (KSG) statt. Zu Gast war ein Team der Agentur für Arbeit, vertreten durch Thorsten Fischer, Andrea Schmid und Lothar Hentschel, sowie die IHK Göppingen mit der Ausbildungsberaterin Karin Meissner.  Knapp 150 Schülerinnen und Schüler aus den Berufskolleg-Klassen (BK) sowie der Wirtschaftsschule (WS) erhielten in Begleitung ihrer Fachlehrer einen Überblick über das breite Angebot an offenen Ausbildungsstellen im Umkreis von 15 km um Geislingen.  Marianne Kneer, Abteilungsleiterin der BK´s und der WS an der KSG, sieht einen großen Pluspunkt dieser Veranstaltung darin, dass für die zukünftigen Auszubildenden durch das schulinterne Angebot ein problemloser erster Kontakt zu den Berufsberatern ermöglicht wird und so bei den Schülern die Hemmschwelle für einen individuellen Beratungstermin sinkt. Das sehen auch die Schüler so. Nathalie Brandt beispielsweise findet das Angebot praktisch, weil man sich direkt vor Ort über offene Stellen informieren könne. Auch wenn einige Berufe wie z.B. Polizistin noch ergänzt werden könnten, wie unter anderem Merve Efe aus dem BK 1 anmerkte, lobten die Schüler die Aufbereitung der Stellenanzeigen und dass man im Bedarfsfall auch direkt eine Kurzberatung erhielt. Dass die Handwerkskammer der Einladung aus Personalgründen nicht folgen konnte, bedauerten jedoch einige der zukünftigen Azubis, weil sie sich auch für Handwerksberufe interessiert hätten.

Lothar Hentschel von der Arbeitsagentur betont die Wichtigkeit solcher Veranstaltungen, da sich die Schüler in der Regel auf einige wenige Ausbildungsberufe fokussieren und deshalb viele Ausbildungsstellen in anderen Berufen unbesetzt bleiben. Zudem unterstütze man damit das Grundrecht nach Artikel 12 GG auf freie Berufswahl. Er schätzt, dass etwa 10% der Schüler, die am Ausbildungsforum teilnehmen, auf diesem Weg direkt eine Lehrstelle finden. Auch sein Kollege Thorsten Fischer sieht das Forum als optimales Angebot für die Schüler, da diese beispielsweise von den Experten ihre Bewerbungsunterlagen checken lassen können bevor sie sie abschicken. Karin Meissner von der IHK hat ganz konkrete Tipps für Bewerbungsgespräche: „Die angehenden Azubis sollten ehrlich und authentisch antworten, sich im Vorfeld gut über den Betrieb und die Ausbildung informieren, ihre Stärken und Schwächen anhand von Beispielen darstellen können, sich vorab Fragen notieren, das Handy unbedingt ausschalten und dem Betrieb angemessen kleiden“. Sowohl die Agentur für Arbeit, als auch die IHK führen interessierte Schüler im Anschluss an das Ausbildungsforum in Bewerberlisten und lassen ihnen geeignete Angebote zukommen. Hentschel betont in dem Zusammenhang, dass nicht nur die Noten eine Rolle spielen, sondern auch ehrenamtliches Engagement als Jugendtrainer oder in der Flüchtlingshilfe sich positiv auf die Einstellungschancen auswirken. In regelmäßigen Abständen kommt neben Hentschel auch Fischer für Einzelberatungen an die Kaufmännische Schule und lädt zudem Schüler mit ihren wichtigen Bezugspersonen in sein Büro am Sternplatz oder das BIZ in Göppingen ein. Er betont: „Je besser die Schüler sich Alternativen in der Berufswahl suchen und Mut haben, sich auch für weniger bekannte Ausbildungsberufe zu interessierten, desto höher sind die Chancen, für 2018 auch einen Ausbildungsplatz zu ergattern.“. Informieren können sich interessierte Schülerinnen und Schüler über folgende Adressen: www.ihk-lehrstellenboerse.de, www.stuttgart.ihk24.de/Fuer-Azubis oder www.jobboerse.arbeitsagentur.de oder indem sie direkt mit den oben vorgestellten Beratern Kontakt aufnehmen.

Wie schon in den letzten drei Jahren hatten interessierte Schülerinnen und Schüler der Kaufmännischen Schule Geislingen auch in diesen Herbstferien die Chance, am von der Schule organisierten Herbst-Camp teilzunehmen und unter realen Bedingungen Campus-Luft zu schnuppern. Das von Schulleiter Roland Rimbach und seinem Kollegen Michael Röhm koordinierte Programm sah für die insgesamt 27 teilnehmenden Schüler die Wahl zwischen drei Hochschulen vor: der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Geislingen, der ESB Business School Reutlingen sowie der Hochschule Esslingen. Während die Studierenden vor Ort ihre regulären Seminare und Vorlesungen besuchten, hospitierten die Schüler in Kleingruppen, konnten mit den Studenten ins Gespräch kommen, erhielten eine Campus-Führung, aßen in der Mensa und wurden den kompletten Tag von Hochschulvertretern betreut.

Den Schülern gefiel vor allem der individuelle Einblick und die persönliche Betreuung: „Eine Studentin aus dem 8. Semester begleitete uns den ganzen Tag und beantwortete alle unsere Fragen“, so Faria Haque und Havva Cömert aus der Jahrgangsstufe 1 des Wirtschaftsgymnasiums, die gerne in einem internationalen Umfeld studieren möchten und sich in Reutlingen über den Studiengang International Management Double Degree informierten. Den ganztätigen Einblick in die Hochschule fanden sie nicht nur wegen der Lehrinhalte interessant, sondern auch, um einem bewusst zu machen, wie viel selbstständiges Arbeiten dort im Vergleich zur individuellen Betreuung durch die Lehrer in der Schule verlangt wird. Faria Haque schätzt, dass dieses selbstverantwortliche Lernen die größte Umstellung in den ersten Semestern sein wird.  Um den Schülern weiterhin frühzeitig Einblicke in das Studienangebot zu ermöglichen, arbeitet die Kaufmännische Schule stetig am Ausbau und der Verbesserung der Kooperationen zwischen ihrer Schule und den Partner-Hochschulen. „So wollen wir auch unserer Verantwortung gerecht werden, gemeinsam mit unseren Schülern rechtzeitig den Studienanschluss nach dem Schulabschluss in den Blick zu nehmen“, betont Schulleiter Rimbach.

Die Jugendfirma Alb-Tech eSG der Kaufmännischen Schule in Geislingen gehört zu den Gewinnern des Wettbewerbs „Nachhaltige Jugendfirmen“ der Landesregierung. Das teilt der Göppinger Landtagsabgeordnete Alex Maier (Grüne) mit. Alb-Tech habe sich mit Nachhilfeunterricht, Catering und gesundem Pausenverkauf bemerkbar gemacht.

Im Rahmen des Projekts wurden beispielsweise Auszubildende des Albwerks zu Energie-Scouts geschult, die dann die Schüler beraten. Darüber hinaus wird daran gearbeitet, bei Cateringveranstaltungen nur Mehrweg-Geschirr zu verwenden und den Strom- und Wasserverbrauch der Schule zu reduzieren.

Es sei wichtig, dass gerade junge Leute die Notwendigkeit des nachhaltigen Wirtschaftens erkennen, da sie zukünftig besonders unter den negativen Folgen der Umweltzerstörung zu leiden hätten, äußert sich Maier. „Wir leben in einer Zeit des Überflusses und der Verschwendung.“

Der Wettbewerb vom Umweltministerium und dem Kultusministerium an allgemein bildenden und beruflichen Schulen hat zum Ziel, Konzepte zu nachhaltigem Wirtschaften, die sich im Rahmen einer Schüler-, Übungs- oder Juniorenfirma umsetzen lassen, zu erarbeiten.

Text: GZ

Am Ende war der große Kinosaal im Gloria-Kino bis auf den letzten Platz besetzt: Die Premiere von „Fack ju Göhte 3“ ließen sich Schüler und Lehrer der Kaufmännischen Schule Geislingen nicht entgehen und besuchten, organisiert vom Förderverein der Schule, den deutschen Kinoklassiker noch vor dem offiziellen Programmstart in Geislingen.

Zum Jubiläum der Reformation haben sich die Schüler und Lehrer der Kaufmännischen Schule Geislingen (KSG) am Dienstag die Frage gestellt, was das Gebot der Stunde ist. Die evangelische Religionslehrerin Karin Lindner organisierte mit Hilfe des Schulleiters Roland Rimbach die Aktion. Jeder Schüler hat bis zum Ende der Woche die Möglichkeit, seine eigenen Gebote für ein besseres Zusammenleben an einen Holzbalken im Schulfoyer zu hämmern.

Bei der Antwort auf die Frage „Was ist dein Gebot der Stunde?“ ist es wichtig, genau zu wissen, wie man sein Gebot umsetzen kann. „Das Jubiläum ist nicht nur ein Grund zum Feiern, sondern auch zum Nachdenken“, sagte Lindner. Armut, Klimawandel und Gewalt – all das seien Herausforderungen, und auch Änderungen in Kirche und Politik erforderten Mitdenken. „Wir brauchen Menschen, die Haltung zeigen und Klartext reden“, betonte die Lehrerin. Das Jubiläum solle nicht spurlos an den Schülern vorbeigehen, schließlich sei die Reformation früher auch ein öffentliches Ereignis gewesen.

Bei den Schülern kam das Projekt gut an. Ihnen sind Werte wie Freiheit, Sicherheit und Toleranz besonders wichtig. „Ich finde es gut, dass wir Schüler unsere Meinung äußern dürfen, damit sich wirklich alle integriert fühlen können“, meinte Marie. Deutschland sei ein multikulturelles Land, und das Zusammenleben solle weiterhin friedlich bleiben.

„Es war spannend zu beobachten, wie die Schüler allmählich nervös wurden, da sie sich ihrer Verantwortung bewusst wurden“, sagte die katholische Religionslehrerin Anna-Lena Strobel. Für die Schüler sei es schwierig gewesen, nicht nur zu kritisieren, sondern auch zu überlegen, was wichtig für sie ist und wie man das Ganze umsetzen kann. „Du sollst Lösungen für Konflikte finden, die für alle gut sind“, schrieb eine Schülerin der KSG auf ihren Zettel und nach und nach wurde der Holzbalken immer voller.

Der SPD-Landtagsabgeordnete Sascha Binder lobte die Veranstaltung: „Ich finde das Projekt echt spannend, auch Martin Luther ist ein spannender Mensch gewesen.“ Mit seinem eigenen Gebot „Du sollst den Angst­machern nicht das Feld überlassen“ brachte Binder die Schüler zum Nachdenken – denn Ängste würden oft ausgenutzt.

Der evangelische Schuldekan Johannes Geiger setzt auf Freiheit. Für ihn ist es wichtig, sich selbst Gedanken zu machen und nicht einfach nur Parolen zu wiederholen. Die Freiheit müsse genutzt werden, um die Wahrheit zu verbreiten. Auch die Austausch-Lehrerinnen der KSG aus Ungarn, Anita Dobak, Eva Acs und Agnes Szirmai, machten sich Gedanken über ihre persönlichen Gebote. Ihr Gebot „Du sollst alles mit Maß machen, damit die Werte unserer Welt und aller Generationen erhalten bleiben“ überzeugte die Schulgemeinde.

Während die Schulband der KSG Lieder wie „Let it be“ und „Sowieso“ von Mark Forster spielte, durften die Schüler sich an den Lutherbonbons und Keksen bedienen. „Es ist ein Tag, der auf jeden Fall im Gedächtnis bleiben und weiter wirken wird“ sagte Dekan Geiger.

 

Text: Selina Sautter

Foto: Markus Sontheimer

En garde! Einen Einblick in die Welt des Fechtens erhielten 14 Lehrerinnen und Lehrer der Kaufmännischen Schule Geislingen vergangene Woche im Fechtzentrum Heidenheim. Franziska Mayr und Julian Seyd, beide erfolgreiche Fechter, wiesen sie in Theorie und Praxis des Kampfsports ein. Organisiert wurde der Kurs von KSG-Sportlehrer Kurt Walz.

Viele Schülergenerationen verbinden die Kaufmännische Schule Geislingen auch mit dem Namen Walter Luttert. Nach 29 Jahren Tätigkeit als Lehrer an der Schule wurde Walter Luttert zum Ende des Schuljahres nun in den wohl verdienten Ruhestand verabschiedet. Seit 1988 war er, der 1950 in Mecklenburg-Vorpommern geboren wurde, mit den Fächern Geografie, Sport und Geschichte in den verschiedenen Schularten der Kaufmännischen Schule tätig und wurde 1997 zum Oberstudienrat befördert. Den Anfang nahm seine Lehrerlaufbahn als

er nach seinem Dienst als Fallschirmjäger bei der Bundeswehr ab 1979 in Karlsruhe sein Lehramtsstudium begann. Schon vor dieser Zeit feierte er auch Erfolge als Ruderer im Achter und wurde 1969 mit seinem Team Baden-Württemberg-Meister. Sein Referendariat absolvierte er an der Wilhelm-Röpke-Schule in Ettlingen und seine erste Anstellung führte ihn anschließend an die Kaufmännische Schule Geislingen, der er bis zu seiner Pensionierung treu blieb. Schulleiter Roland Rimbach würdigte in seiner Rede zur Verabschiedung unter anderem Lutterts Pflichtbewusstsein, seinen Humor und seinen unerschütterlichen Optimismus mit denen er Schülern wie Kollegen begegnete und denen er positiv in Erinnerung bleiben wird. Für die Zeit nach der Pensionierung wünschte er ihm im Namen des Kollegiums v.a. Gesundheit und erfüllende Momente aus Reisen und mit der Familie. Im Anschluss übergab Rimbach ihm die Urkunde des Landes Baden-Württemberg und Walter Luttert wurde mit einem Festakt von seinen Kollegen verabschiedet.

Seitdem im Sommer 2015 Flüchtlinge im Containerdorf auf dem Schulgelände der Kaufmännischen Schule Geislingen Einzug hielten, hat sich in der Schule einiges verändert: Im und außerhalb des Unterrichts engagieren sich viele Schülerinnen und Schüler ehrenamtlich für ihre neuen Nachbarn. Heute wurde dieses Engagement belohnt: Die Kaufmännische Schule Geislingen erhielt für ihre Integrationsprojekte den Bildungspreis der Kreissparkasse Göppingen, der mit 2000€ Preisgeld dotiert ist. Im Rahmen einer Preisverleihung in der Stadthalle Eislingen überreichte Dr. Hariolf Teufel als

Chef der KSK Göppingen den Preis an die Vertreter der Schule. Neben vielen bestehenden Bildungspartnerschaften möchte die Kreissparkasse mit dem neu ausgelobten Bildungspreis Projekte fördern und belohnen, die über den Schulalltag hinausgehen. Die Jury bestand u.a. aus Vertretern der Kreissparkasse, des Schulamts sowie der NWZ und der Geislinger Zeitung. Preise wurden in den Kategorien „Neue Medien“, „Natur und Umwelt“ sowie „Soziales Engagement“ vergeben. An der Kaufmännischen Schule Geislingen laufen verschiedene Projekte mit den Flüchtlingen. So fand beispielsweise im Rahmen der musikalischen Früherziehung ein Flötenkurs für Flüchtlingskinder statt, es wurden Kurse zur Verkehrserziehung angeboten, einige Schüler und Lehrer initiierten einen Deutschkurs für Migranten und es gab Diskussionsrunden mit den Sozialarbeitern der Flüchtlingsunterkunft. All diese Projekte stehen unter dem Motto „Integration statt Ausgrenzung“ und wurden nun von der Jury des Bildungspreises in der Kategorie „Soziales Engagement“ gewürdigt.

Sprachkenntnisse verbessern, über den Tellerrand schauen, Einblicke ins Berufsleben im Ausland gewinnen: Es gibt viele Gründe, weshalb Auszubildende einen Teil ihrer Berufsausbildung im Ausland absolvieren möchten. So ging es auch Benita Schwenk und Nico Lippek von der Kaufmännischen Schule Geislingen. Aufmerksam gemacht auf das Programm „Go for Europe“, einem Gemeinschaftsprojekt der IHK und der Handwerkskammer, wurden sie im ersten Lehrjahr von ihrer Klassenlehrerin Sandra Maier. Unterstützt von ihrem Ausbildungsbetrieb Allmendinger Elektromechanik KG und dem Abteilungsleiter der Berufsschule, Michael Röhm, bewarben sie sich und wurden ausgewählt. Im Mai dieses Jahres war es dann soweit: Für Benita ging es vier Wochen nach Irland, Nico hingegen verbrachte vier Wochen in England. Vor Ort besuchten sie eine Sprachschule bzw. ein College, um ihre Sprachkenntnisse zu verbessern.

Außerdem arbeiteten sie in Betrieben, um einen realen Einblick ins Arbeitsleben zu erhalten. Benita war bei der irischen Handwerkskammer u.a dafür zuständig, Übersetzungen in Zusammenhang mit einem Festival in der Partnerstadt Frankfurt am Main anzufertigen. Nico arbeitete zunächst in einem Touristencenter, wechselte dann aber zu einer Charity-Organisation und war dort u.a. in die Eventplanung involviert. Untergebracht waren beide Auszubildende in Gastfamilien, was die Authentizität des Aufenthalts erhöhte und zu einem weiterhin bestehenden Kontakt führte. Neben der Arbeit in den Betrieben stand auch Land und Leute kennenlernen auf dem Programm: beide unternahmen viele Sightseeingtouren und Wanderungen und in Irland konnte Benita sogar Delphine beobachten. Zwar seien die vier Wochen wie im Flug vergangen, sie hätten aber viel Lebenserfahrung gesammelt und könnten seinen solchen Aufenthalt nur jedem interessierten Auszubildenden ans Herz legen, so die beiden Azubis. Bei mehreren Vorträgen in der Kaufmännischen Schule stellten die zwei Berufsschüler aus dem 2. Lehrjahr ihre Erlebnisse nun den interessierten Auszubildenden aus dem 1. Lehrjahr vor und hoffen, auch einige von ihnen von einem Auslandspraktikum überzeugen zu können.

In Zeiten von Brexit und knapp 34 Prozent der Stimmen für die EU-feindliche rechtsextreme Marine Le Pen in Frankreich hat es die Institution EU nicht leicht. Gerade angesichts solcher Ergebnisse müsse die EU als Rechts- und Werteunion ein Zeichen setzen und eine aktuelle, modernere Vision ihrer selbst entwickeln, so der baden-württembergische Minister für Justiz und Europaangelegenheiten Guido Wolf in Stuttgart. Anlässlich der Preisverleihung für die beste „Rede für Europa!“ im Rahmen des 64. Europäischen Wettbewerbs der Europäischen Bewegung Baden-Württemberg und der Europa-Union im Großen Sitzungssaal des Ministeriums lud Wolf am Europatag diejenigen Schülerinnen und Schüler ein, die die ersten zehn Plätze beim Aufsatzwettbewerb belegten.

Darunter war auch der 17-jährige Nicolas Knoblauch aus Deggingen, der mit seinem Gedicht über Europa den zehnten Platz von insgesamt 25.000 teilnehmenden Schülern in Baden-Württemberg erreichte. Dabei war er der einzige Schüler einer Berufsfachschule, die anderen Preisträger besuchen alle eine gymnasiale Oberstufe. Der Wirtschaftsschüler von der Kaufmännischen Schule Geislingen nahm bereits mit 11 Jahren an einem Schreibwettbewerb teil und gewann bisher drei Mal bei Landeswettbewerben. Sein Interesse für Geschichte und Literatur zeigt sich auch darin, dass er vor kurzem seinen ersten Roman veröffentlichte: eine Geschichte über das Leben des jungen Friedrich Barbarossa. Für ihn wie für die anderen Preisträger sei es, laut Wolf, selbstverständlich, in Europa ungeachtet von Ländergrenzen zu reisen oder mit dem Euro zu bezahlen. Wolf appellierte in diesem Zusammenhang an ein Europa für die Jugend und eine Jugend für Europa. Dem Wunsch Wolfs nach einem signierten Exemplar von Nicolas Knoblauchs Buch kam der Schüler nach der Preisverleihung gerne nach. Wer Interesse am Barbarossa-Roman hat: Nicolas Knoblauch wird ihn auf verschiedenen Lesungen im Landkreis vorstellen, so wie erst kürzlich auf Schloss Filseck.

Am 4. Mai 2017 unterzeichneten Markus Waldenmaier, Geschäftsführer der JOHANNES BUCHSTEINER GmbH & Co. KG, Dr. Werner Faustmann, Schulleiter der Kaufmännischen Schule Göppingen, Roland Rimbach, Schulleiter der Kaufmännischen Schule Geislingen, und Isabell Wehinger, Referatsleiterin der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bezirkskammer Göppingen zwei neue Bildungspartnerschaften in Gingen.

Markus Waldenmaier sucht motivierten und engagierten Nachwuchs und freut sich über die gemeinsamen Projekte mit beiden Schulen. Neben der Beteiligung an Berufsmessen an der Schule ist für die Herbstferien ein Tag im Unternehmen für Schülerinnen und Schüler geplant, bei dem Berufe hautnah erlebt werden können und auch kleine Planspiele durchgeführt werden. Ausbildungsbotschafter stellen Berufe direkt im Klassenzimmer vor und auch die Übungsfirmen der Schulen werden unterstützt durch Buchsteiner. Betriebsführungen und Praktika runden die Kooperation ab. Auch ein Expertengespräch mit dem Geschäftsführer soll geplant werden. […]

 

Text: Auszug aus Pressemitteilung der IHK Beezirkskammer Göppingen

Stern-Journalist Rainer Nübel lächelt zufrieden, die Tafel in seinem Rücken ist vollgekritzelt. Die vergangene Viertelstunde über haben ihm die Elftklässler des Geislinger Wirtschaftsgymnasiums Stichwort um Stichwort für seine Übung geliefert. Gemeinsam überlegten die 80 Schüler, warum und in welchen Bereichen der Gesellschaft die Zahl ‚Drei‘ immer wieder zu finden ist. Gold, Silber und Bronze bei sportlichen Wettkämpfen, die drei Dimensionen des Raums, die Heilige Dreifaltigkeit – Nübel notierte fleißig alle Einfälle. „Und was denkt ihr, wofür steht die Zahl weltweit symbolisch?“, fragt er. „Ordnung“, sagt ein Schüler, „Vollkommenheit“, eine Schülerin. Nübel lächelt wieder, nickt.

Die Gedankenspiele zur ‚Drei‘ dienen dem Nürtinger Journalisten des „Stern“ und der Reportage-Agentur Zeitenspiegel an diesem Tag als Beispiel dafür, wie man gut recherchiert, indem man Informationen sammelt, strukturiert und einordnet: Ausgehend vom großen Ganzen das konkrete Detail in den Blick nehmen und umgekehrt, Zusammenhänge erkennen, Wissen aus unterschiedlichen Quellen zusammentragen und es kritisch überprüfen, Informationen auf ihren Wahrheitsgehalt und ihre Wertigkeit prüfen.

Diese Fähigkeiten und damit die Kompetenz, Realitäten präzise und perspektivenreich wahrzunehmen, will Rainer Nübel jungen Menschen in Deutschland und Europa mit seinem Projekt „Your Story“ vermitteln. In Workshops lernen sie das Recherchieren und Strukturieren, und am Schluss entwickeln sie ein eigenes Storytelling-Projekt, schreiben eine Erzähl- oder Fotogeschichte, drehen ein Video oder schreiben ein Lied.

An der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) gibt Journalist Nübel seit Längerem Schreibseminare für Studenten; im Wintersemester 2016/17 startete er „Your Story“ als Pilotprojekt, mit freiwilligen Workshops sowie als Teil der Lehrveranstaltungen. Die MBA-Studenten des Instituts „Campus of Finance“ machten aus ihrer Shanghai-Reise bereits eine Geschichte, die nun in Magazinform veröffentlicht wird.

Als Nächstes sind nun die Schüler dran. Die Zehnt- oder Elftklässler der vier Geislinger Gymnasien – neben dem WG das Sozialwissenschaftliche, das Helfenstein- und das Michelberg-Gymnasium – besuchen in den nächsten Monaten Nübels Workshops. Am Ende sollen möglichst viele Storytelling-Beiträge entstehen, die im Rahmen der Geislinger Hochschultage im Herbst in der Kreissparkasse ausgestellt und in einem Wettbewerb ausgezeichnet werden.

„Wie führe ich erfolgreich ein Unternehmen?“, lautet das Oberthema für die Schüler, doch sie dürften das Wort ‚Unternehmen‘ ganz frei verstehen, versichert ihnen Nübel: „Ihr könnt einen Weltkonzern wie die WMF vorstellen oder einen kleinen Handwerksbetrieb, es kann aber auch ein Verein, eine gemeinnützige Organisation oder eine Familie sein. Oder ihr stellt jemanden vor, der eine Unternehmung wagt.“

Die Lehrerinnen Lisa Keller, Yvonne Walter und Sibel Tuncer vom WG halten das Projekt für wichtig und gut. „Unser Eindruck ist, dass die Lesekompetenz der Schüler immer weiter abnimmt“, sagt Sibel Tuncer. Ihre Kollegin Lisa Keller ergänzt: „Texte zu verstehen, gut zu strukturieren und selbstständig zu arbeiten – all das sollten die Schüler eigentlich schon mitbringen. Aber vielen fällt es enorm schwer, den Inhalt eines Textes zu erfassen und Wichtiges von Unwichtigem zu trennen.“ Das hänge sicher damit zusammen, dass die meisten Schüler immer weniger lesen. Im Unterricht versuchen die Lehrerinnen zwar immer wieder, ihren Schülern diese nicht nur für die Prüfungen, sondern auch fürs spätere Leben wichtigen Kompetenzen zu vermitteln. „Aber ich glaube, es hat noch mal eine andere Wertigkeit, wenn sie es von einem Journalisten hören“, meint Yvonne Walter.

Rainer Nübel glaubt, dass der zunehmende Druck in den höheren Jahrgangsstufen die Schüler davon abhält, die so wichtigen Kompetenzen auszubilden. „Kurz vor dem Abitur geht es nur noch darum, möglichst viel Wissen zu speichern.“ Das schlage sich auch an der Hochschule nieder, wo sich viele Studenten mit einer fundierten Textarbeit schwer täten. Den Geislinger Wirtschaftsgymnasiasten gibt er an diesem Tag nicht nur die Aufforderung mit auf den Weg, eine Geschichte für das Projekt zu entwickeln, sondern auch einen Wunsch: „Behaltet euch diese Sensibilität für Methodik. Das wird euch immer helfen.“

Text: Kathrin Bulling

Foto: Markus Sontheimer

Zum 13. Tag der Finanzen der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt (HfWU) Nürtingen-Geislingen in der Nürtinger Stadthalle erwarteten die Zuhörer einen hochkarätigen Gastreferenten. Das Interesse am Vortrag des Bundestagsabgeordneten Dr. Gregor Gysi war groß: bis zur Kirche ging die Schlange in die sich auch die Schülerinnen und Schüler der EKL 3 und JG 1/3 der Kaufmännischen Schule Geislingen einreihten. Zusammen mit ihren Lehrern und im Rahmen ihres Profilfachs Finanzmanagement nahmen sie im großen Saal der Stadthalle K3N in Nürtingen Platz. Der Vortrag und die anschließende Diskussionsrunde standen unter dem Titel „Deutschland, Europa und die Welt“. In seinem Vortrag ging der Linken-Politiker auf viele verschiedene Themen ein, was die Schülerin Faria Haque besonders interessant und abwechslungsreich fand. In Bezug auf Donald Trumps Pläne, eine Mauer zwischen Mexiko und den USA zu bauen, sagte Gysi, Mauern helfen nie, sie seien lediglich eine Illusion, als ob einen die Probleme hinter der Mauer nichts mehr angingen. Gysi sprach auch die zunehmende Verschärfung der „Sozialen Frage“ durch die Flüchtlinge an, denn weltweit würden Arme immer ärmer und Reiche immer reicher. Diese Probleme erreichten nun auch Europa, denn Menschen, die auf der Flucht seien, fänden immer Wege.

Das Mittelmeer halte sie nicht auf. Deshalb appellierte Gregor Gysi daran, die Fluchtursachen zu bekämpfen, dies sei der einzig erfolgreiche Weg. Mit Blick auf die vielen politischen Konflikte weltweit sagte er, man könne in solchen Fällen nur dann zu einer Lösung kommen, wenn man in der Lage sei, sich in andere Gedankenwelten hineinzusetzen ohne zwangsläufig deren Position zu teilen. Zudem forderte der bekennende Union Berlin-Fan seine Politikkollegen in Zeiten von AfD-Wahlerfolgen dazu auf, sich endlich für die Belange der Bevölkerung zu öffnen, denn diese habe genug vom politischen Establishment. Die CDU müsse wieder konservativ, die SPD sozialdemokratisch werden, dann verlören die Wähler das Interesse an der AfD. Eine deutliche Forderung Gysis ging auch in Richtung der Muslime: Sie müssten sich deutlicher gegen den Missbrauch ihrer Religion stellen und Attentate schärfer verurteilen, denn das geschehe viel zu selten. Gregor Gysi sprach sich zudem eindeutig für die EU aus: Die Nationalstaaten Europas seien nur als EU weltpolitisch bedeutsam und mit Blick auf die Schüler und Studenten im Saal: „Die Jugend ist europäisch, sie hat Grenzen nie erlebt. Diese wieder einzuführen, können wir ihr nicht zumuten.“ Die Veranstaltung bewerteten die Schüler im Anschluss positiv. Gregor Gysi wurde von Samuel Gehring und Daniel Pitter als unterhaltsamer, humorvoller und sympathischer Redner beschrieben. Was den Schülern jedoch im Vorfeld negativ auffiel, war, dass sie vor der Halle von Parteimitgliedern der Linken direkt angesprochen und umworben wurden. Helen Hamann merkte zudem an, dass Gysi zwar über Reiche schimpfe, aber doch selbst reich sei. Dass er explizit die Missstände und Fehler der Ersten Welt ansprach und sie nicht kleinredete, lobte Alper Savas, denn nicht jeder Politiker habe den Mut dazu. Insgesamt gesehen zogen die Schüler trotz einiger kleiner Kritik ein positives Fazit.

Ein Unterschied fällt den vier Schülerinnen aus ­Naklo sofort auf: An ihrer Heimatschule in Slowenien sind die Lehrer viel strenger, die Umgangsformen steifer. „Wir müssen aufstehen, wenn der Lehrer ins Klassenzimmer kommt“, erzählt die 17-jährige Lea. „Hier in Deutschland macht das niemand.“

Sophia und Mostapha gucken verdutzt. Nein, so etwas könnten sich die 17-jährigen Geislinger Wirtschaftsgymnasiasten nicht vorstellen. Es gehe insgesamt ganz locker an ihrer Schule zu, meinen beide. Das Verhältnis zu ihren Lehrern finden sie gut – „sie erzählen auch was aus ihrem Privatleben, das mag ich“, sagt Sophia. Das wiederum ist ganz ungewohnt für Lea und ihre Mitschülerinnen; Privatgespräche mit den Lehrern gibt es selten.

Es sind solche Kleinigkeiten, die den deutschen und slowenischen Schülern an der Kaufmännischen Schule (KSG) dieser Tage vorführen, wie groß die Unterschiede zwischen ihren Schulsystemen sind. Vieles ist aber auch gleich: Die 17-Jährigen spüren hier wie dort die Ansprüche der Lehrer und Eltern, gute Noten zu schreiben und Zukunftspläne zu schmieden.

Während die deutschen Schüler jedoch bei Praktika in Berufe schnuppern können und Tipps für Vorstellungsgespräche bekommen, sind die slowenischen Jugendlichen eher auf sich gestellt. „Praktika fände ich gut“, meint Ana. „Wir haben das nicht.“

Mostapha erzählt, dass er einen Kindergarten besucht hat. Es habe ihm gefallen, meint er, „aber ich will mich noch weiter umschauen, was mir gefallen könnte“. Polona und Elisabeta lauschen interessiert – sie könnten sich nach der Schule sehr gut vorstellen, mit Kindern zu arbeiten.

„Ich komme sehr gut mit Kindern zurecht, mir macht das viel Spaß“, meint Polona.

Die zehn jungen Frauen besuchen in Slowenien eine Schule mit biotechnischem Schwerpunkt. Die Besonderheit: Die Schule hat mehrere Eigenbetriebe und erwirtschaftet unter anderem mit einem Pferde- und einem Milchhof sowie einem Floristikbetrieb und einer Apfelzucht eigenes Geld, mit dem sie zum Beispiel eine professionelle Reinigungsfirma bezahlt, die das Schulgebäude blitzblank hält.

Für KSG-Lehrer Marco Zimmermann eine reizvolle Vorstellung – in Deutschland jedoch nicht denkbar. Sein Eindruck vom slowenischen Schulbetrieb ist, dass dort vieles pragmatischer gehandhabt wird – so handeln beispielsweise die Schulen mit den Busbetrieben ihre Wunschbetriebszeiten aus. Andererseits gebe es in der Pädagogik und beim Lernen von Fremdsprachen aber teils verstaubte Strukturen.

Die slowenische Chemielehrerin Lenka Zihon, die mit den Schülerinnen noch bis Mitte der Woche in Geislingen ist, registriert dafür mit Interesse die Kooperationen mit Unternehmen aus der Gegend sowie die Übungsfirmen der KSG.

Der Besuch der Slowenen soll erst der Anfang für die KSG sein, regelmäßig in Kontakt mit ausländischen Schulen zu treten. Nach ersten Projekten 2012 zur Donaustrategie der EU und 2015 zu zweisprachigem Unterricht sind nun weitere Aktivitäten geplant – dafür stellt die KSG derzeit Anträge bei der EU für die Teilnahme an Erasmus-Programmen. Das Ziel: über eigene Konzepte wie die Kooperation mit der HfWU zu informieren, aber auch zu erfahren, wie Schulen anderswo ihre Absolventen etwa aufs Berufsleben vorbereiten.

„Solche internationalen Begegnungen sind für alle Beteiligten sehr bedeutend“, meint Lehrer Marco Zimmermann. „Die Schüler profitieren in vielerlei Hinsicht: was Sprachkenntnisse angeht, den Aufbau von Selbstvertrauen und Kenntnisse für das berufliche und private Leben.“

Text: Kathrin Bulling

Foto: Markus Sontheimer

Die Volleyball-Mädchenmannschaft der Kaufmännischen Schule Geislingen sicherte sich in der Zwischenrunde von „Jugend trainiert für Olympia“ in Bad Mergentheim den 3. Platz.

In der Kurstadt spielten Annika Ramminger, Carina Illi, Lena Eisele, Katja Hellwirth, Natalie Schütz, Selvi Aksu, Tamara Ruff und Fabienne Schweizer. Begleitet wurden die Schülerinnen von der Sportlehrerin Claudia Schuster.

Der Vorwurf hallt wie ein Unwetter durch die Bildungswelt: Schulen seien realitätsfern. Jugendliche würden von der Theorie schier überschwemmt. Sie lernten aber nicht, sie auf die konkrete Wirklichkeit anzuwenden. Da sei es kein Wunder, dass manche Jugendliche hilflos durch die Arbeitswelt stolperten. „Diesen Vorwurf lassen wir für unsere Schule nicht gelten“, sagt Roland Rimbach deutlich. Der Schulleiter der Kaufmännischen Schule (KSG) versichert, dass Jungen und Mädchen zielgerichtet auf das Berufsleben vorbereitet werden.

Theorie müsse verinnerlicht werden. Sie sei das Fundament, aber ihre Anwendung sei bedeutend. Und wie gelingt das an seiner Schule? Auf diese Frage hat Rimbach mehrere Antworten, eine davon sind die Übungsfirmen. Hier treten Schüler in einen virtuellen Handel mit realen Unternehmen. Partner sind beispielsweise das Kräuterhaus St. Bernhard und das Albwerk. Die Jugendlichen gehen fiktive Handelsbeziehungen mit echten Unternehmen ein, lernen Aufträge zu bearbeiten, Überweisungen zu tätigen und Bewerbungsgespräche zu führen. Die Prozesse der Arbeitswelt werden imitiert.

„Wir haben hier mit dem echten Leben sehr viel zu tun“, sagt Maximilian Prinz. Der 18-Jährige ist in der Personalabteilung seiner Übungsfirma beschäftigt. „Die Schüler sind motiviert, haben Lust darauf“, sagt Rimbach. Nicht nur Maximilian bestätigt das, auch sein „Kollege“ Massimo de Michele würde das unterschreiben. Das sei für alle eine Win-win-Situation, hebt Lehrerin Marianne Kneer hervor. Immerhin könnten auf diese Weise auch Geschäftsführer potenzielle Arbeitnehmer kennenlernen.

Die Vermählung von Begriff und Anschauung, von Theorie und Praxis sei wesentlich für die KSG, sagt Roland Rimbach. Das gelte für alle Bildungsgänge: ob für die Berufs- und Wirtschaftsschule, dem Berufskolleg oder dem Wirtschaftsgymnasium.

Diese Vermählung gelang zuletzt beim 34. Planspiel der Göppinger Kreissparkasse. Wirtschaftsgymnasiasten zockten für die Schule an der Börse und vermehrten ihr fiktives Kapital erfolgreicher als alle Konkurrenten. Die Schüler holten im Januar den Gesamtsieg für die KSG (wir berichteten). „Das Börsenspiel ist eine super Möglichkeit, die Unterrichtsinhalte praktisch darzustellen“, sagt Lehrer Tim Noherr, der seinen Schülern zur Seite stand. Jeder in seiner Klasse hätte nun ein besseres Gespür für die globalen Finanzmärkte. „Das hat auch was für den Unterricht gebracht“, sagt der Schüler Stefan Wilneder, der sich über einen guten Notendurchschnitt freut.

Wer nicht einen Ausbildungsberuf anpeile, könne studieren gehen. Deswegen freut sich Rimbach so sehr über die Kooperation mit der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt (HfWU) Nürtingen-Geislingen. „Wir wollen unseren Abiturienten den Schritt ins Studium erleichtern.“ Im Herbstcamp lernen Schüler den Hochschulbetrieb kennen, werden von einem Student begleitet und von wissenschaftlichen Mitarbeitern betreut. Ein anderes gemeinsames Projekt ist der Austausch zwischen Lehrern und Professoren im Fach Mathematik.

Die KSG und die HfWU: Es sei nur logisch gewesen, „diese zwei Spieler auf dem Feld der Geislinger Bildungslandschaft zusammenzubringen“, sagt Rimbach.

Auch dank der Übungsfirmen, dem Börsenspiel und der Nähe zur Hochschule sieht Rimbach eines seiner Hauptziele in greifbarer Nähe: Jeder Schüler solle nicht für die Schule lernen, sondern für das Leben. Seneca wäre sicher stolz.

Text: Ruben Wolff

Foto: Rainer Lauschke

Am 19. Januar haben sich die Mitglieder der AlbTech eSG zu ihrer ersten Generalversammlung im Albwerk-Speicher getroffen. Rund die Hälfte der 89 Mitglieder nahm daran teil. Die Schülergenossenschaft wurde vor einem Jahr von der Kaufmännischen Schule Geislingen (KSG) in Zusammenarbeit mit dem Albwerk gegründet. Die Geschäftsfelder der AlbTech eSG sind Nachhilfe von Schülern für Schüler und ein Catering-Service. Zudem engagiert sich die Schülergenossenschaft bei sozialen Projekten wie beispielsweise der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“.

Timo Basener, Ausbildungsleiter beim Albwerk und Aufsichtsrat der Schülergenossenschaft, zeigte nach der Begrüßung Impressionen des vergangenen Geschäftsjahres. Der Vorstandsvorsitzende Denis Piwko (Auszubildender beim Albwerk) berichtete dann über die Entwicklung und die aktuelle Situation der beiden Geschäftsfelder. Während es im ersten Geschäftsjahr noch eine hohe Nachfrage für die Nachhilfe gegeben hatte, ist derzeit ein Rückgang zu verzeichnen.

Die Nachfrage nach dem Catering-Angebot ist konstant gut. Im ersten Geschäftsjahr erwirtschafteten die Schüler und Auszubildenden einen Gewinn von 138,09 Euro. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet die Schülergenossenschaft mit einem noch besseren Ergebnis. Um dieses Ziel zu erreichen, ist beispielsweise ein Pausenverkauf geplant.

Jasmin Wieland (Albwerk-Azubi) berichtete von der Arbeits des Vorstandes und des Aufsichtsrates. Der Aufsichtsrat schlug der Generalversammlung vor, den Gewinn auf neue Rechnung vorzutragen. Der Vorschlag wurde einstimmig angenommen.

Lisa Schmolz (Albwerk-Azubi) führte anschließend die Wahlen zum Vorstand und Aufsichtsrat durch. Denis Piwko und Sina Ortner (Albwerk-Azubi) wurden erneut in den Vorstand gewählt, während Ceren Dogru und Saskia Schmid (beide Schülerinnen des BK 1/3) neu in den Vorstand einziehen. Die Generalversammlung wählte erneut Timo Basener, Jasmin Wieland, Jana Friedmann, Carmen Schmid, Christine Eisele (Lehrerinnen an der KSG) und Werner Keilwerth (ehemaliger Lehrer der KSG) in den Aufsichtsrat. Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurden Corinna Dukat (Albwerk-Azubi), Philip Lankes und Florian Baumholer (beide Schüler des BK 1/3).

Text und Foto: Timo Basener

 
Kaufmännische Schule Geislingen
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