Wirtschaftskunde mit slowenischem Honig
13. Dezember 2018

Mitte November machten sich sechs Schülerinnen des Geislinger Wirtschaftsgymnasiums sowie die Lehrer Sandra Maier und Marco Zimmermann auf den Weg, um den dritten Teil des Erasmus+ -Projektes anzugehen an dem die Schule teilnimmt. Erasmus+ ist ein von der EU finanziertes Programm, dessen Ziel es ist, die Zusammenarbeit von Schulen aller Schulstufen und Schulformen innerhalb der Europäischen Union sowie die Mobilität von Schülern und Lehrern zu fördern. Nachdem im November 2017 slowenische und belgische Schüler die KSG besucht hatten und im Frühjahr 2018 bereits Schüler zur belgischen Schule nach Sint-Niklaas gereist waren, ging es nun nach Naklo in Slowenien. Die Schüler wohnten dort alle bei ihren Austauschschülern zuhause, welche sie von den vorherigen Projekten schon kannten und gingen mit ihnen auf die Biotehniški center Naklo, ein slowenisches Gymnasium.

Gemeinsam mit den belgischen Austauschpartnern wurden Städte wie Radovlijca, Bled und die Hauptstadt Ljubljana besichtigt. Dort lernten die Teilnehmer viel über Slowenien selbst, aber auch über die Wirtschaft, dass die meisten Unternehmen in dem Land Familienbetriebe sind und dass es in Slowenien viel schwerer ist einen Job zu finden als zum Beispiel in Deutschland. Vor allem die Honigproduktion ist ein wichtiger Bestandteil der slowenischen Landwirtschaft und so lautete das Thema der Woche: Honig. Es wurden neben Bienenmuseen auch große Betriebe besucht und erklärt wie die Produktion abläuft, auf was man achten muss und was den slowenischen Honig so besonders macht. Das Gelernte konnten die Schüler auch direkt in die Praxis umsetzen, als sie in der Schule verschiedene Produkte aus Honig und Bienenwachs herstellten. Die selbst gemachten Kerzen, Handcremes oder Kekse wurden mit nach Hause genommen und ein Teil in der Schule verkauft. Aber auch die Grundidee des Skills4Life Projekts wurde aufgegriffen und es wurde viel über die Preisbildung der Produkte, sowie die bestimmenden Faktoren am Markt oder Fähigkeiten für Berufe gesprochen. Am Ende der Woche erhielten alle Teilnehmer ein Zertifikat für das Mitmachen beim Projekt und machten sich am Samstagmorgen wieder auf den Heimweg. Für Marco Zimmermann, Erasmus+-Koordinator an der Kaufmännischen Schule Geislingen sind die Schüleraustausche vor allem deshalb so wichtig, weil die Schüler interkulturelle Kompetenzen erwerben und einen Blick über den Tellerrand erhalten.

Text: Annalena Friess

Foto: Marco Zimmermann

Kaufmännische Schule Geislingen
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